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Wirtschaft
09/05/2019

Nissan-Chef Saikawa kassierte zu viel: "Es tut mir leid"

Nissan-Chef Hiroto Saikawa und andere Manager sollen mehrere Millionen Yen aus einem Aktienprogramm erhalten haben.

Nissan-Chef Hiroto Saikawa und andere F├╝hrungskr├Ąfte haben einem Insider zufolge unangemessen hohe Zahlungen von ihrem Konzern erhalten. Eine interne Untersuchung habe das ergeben, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press zufolge r├Ąumte Saikawa die Zahlungen ein und versprach, nicht ordnungsgem├Ą├č erhaltene Gelder zur├╝ckzuzahlen.

Er habe f├Ąlschlicherweise eine Zuwendung aus einem Aktienverg├╝tungssprogramm erhalten, das noch aus der Zeit des inzwischen wegen Veruntreuung von Firmengeldern angeklagten Ex-Nissan-Chefs Carlos Ghosn stamme, sagte Saikawa nach Angaben von Jiji Press. "Es tut mir sehr leid, dass ich Besorgnis verursacht habe", zitierte ihn die Agentur.

Die Zahlungen seien am Mittwoch bei einer Sitzung des Nissan-Pr├╝fungsausschusses bekannt geworden, sagte der Insider. Dabei gehe es um mehrere zehn Mio. Yen (85.448,18 Euro), die im Rahmen eines an der Wertsteigerung der Aktien orientieren Verg├╝tungsprogramms (sogenannter Stock Appreciation Rights) gezahlt worden waren. Disziplinarische Ma├čnahmen w├╝rden auf einer anstehenden Sitzung des Verwaltungsrates besprochen, sagte der Insider. Nissan erkl├Ąrte, dass die Ergebnisse aus der internen Untersuchung auf einer Sitzung am 9. September diskutiert werden w├╝rden.

Saikawa hat nach dem Skandal um den fr├╝heren Chef Ghosn Besserung bei der Unternehmensf├╝hrung und der Kontrolle versprochen. Ghosn soll sich auf Kosten des Unternehmens um mindestens f├╝nf Mio. Dollar (4,54 Mio. Euro) bereichert haben. Er bestreitet die Vorw├╝rfe. Einem Medienbericht zufolge soll das Gerichtsverfahren im M├Ąrz starten.

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