Sabie Herlitschka, CEO Infineon Technologies Austria AG

© Infineon Austria

Wirtschaft
09/30/2019

"Neue Zeiten brauchen neue Antworten"

Österreichs Wirtschaft wünscht sich, dass nach der Wahl rasch eine Regierung gebildet wird und große Themen angegangen werden.

Sabine Herlitschka, CEO Infineon Technologies Austria AG, bezeichtet das Ergebnis als klar und eindeutig: "Die ÖVP hat jetzt viele Möglichkeiten. Was das Land jetzt braucht, ist rasch eine neue Regierung, welche die Themen der Zukunft behandelt. Es gilt die Standortqualität Österreichs zu heben und nicht neue Steuern einzuführen. Auch eine umfassende Bildungsreform muss umgesetzt werden. Und es muss klar sein, dass neue Zeiten neue Antworten braucht."

 

Zotter Schokoladen Manufaktur

ChocolatierJosef Zotter hat klare Präferenzen: "Schaut so aus, als hätten wir ein gutes Ergebnis für die Zukunft. Unser Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, klimaneutral zu werden. Wenn uns die Politik dabei hilft, gut. Sonst wird es halt etwas länger dauern, bis wir das Ziel erreichen. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann Türkis-Grün. Und dass die Grünen ihren Umweltthemen jetzt treu bleiben."

 

Alexander Klacska

Für Alexander Klacska, Unternehmer und Obmann der Bundessparte Transport/Verkehr in der WKO ist dieses Ergebnis ein klarer Auftrag für eine Fortsetzung des Refomkurses: "Die ÖVP hat jetzt eine stabile Mehrheit und mehrere Optionen. Damit wird  man jetzt sorgsam und verantwortungsvoll umgehen. Die neue Regierung muss sich mit mehreren großen Themen auseinandersetzen. Das ist der Klimawandel, die Digitalisierung und die Bewältigung des Arbeitskräftemangels. Was die Koalitionvariante angeht, so wir man sehen müssen, wo hier die größten inhaltlichen Schnittmengen liegen."

 

KR Ing. Wolfgang Hesoun

Wolfgang Hesoun, Generaldirektor von Siemens Österreich, überrascht das Wahlergebnis „nicht sehr. Es war erkennbar, dass die von Kurz genannten 34 Prozent Zweck-Pessimismus waren, um zu mobilisieren“.

Die Wirtschaft wünscht sich jetzt eine rasche Regierungsbildung. "Das ist jetzt das Allerwichtigste, mit wem auch immer“. Es werde unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte mit den einzelnen möglichen Partnern geben, daher müssten pragmatische Lösungen für eine Zusammenarbeit gefunden werden.

Nach derzeitigem Stand ginge sich eine Koalition der ÖVP mit den Grünen alleine aus. Der ehemalige langjährige Präsident der Wiener Industriellenvereinigung hofft, dass die Zusage von Grünen-Chef Kogler, „vernünftige und machbare Lösungen für den Standort zu finden, auch hält“. Das gelte nicht nur für die von Kogler direkt angesprochene Voestalpine, sondern für alle wichtigen Betriebe. Hesoun: „Ich hoffe, dass die Erinnerung in diesem Zusammenhang aufrecht bleibt“.

Das Ergebnis der SPÖ war für Hesoun „zu befürchten“. Der Top-Manager, der der SPÖ nahesteht, hofft jetzt, dass es in der Partei nicht zu einer Obfrau-Debatte kommt. „Erstens kann man das Wahlergebnis nicht einer einzelnen Person zuordnen und zweitens tun Streitereien nie gut“. 

 

Martin Hagleitner, Austro Email AG

Martin Hagleitner, Chef von Austria Email, ist es wichtig, dass der Stillstand infolge der Abwahl der Regierung bald beendet, der Reformkurs der letzten Regierung fortgesetzt und keine Schubumkehr eingeleitet wird. "Die Bevölkerung erwartet sich eine rasche Koalitionsfindung und ein Ende der ungezügelten Milliardenausgaben im Parlament, vor allem wegen der sich abkühlenden Konjunktur. Die signifikanten Zuwächse der Grünen sprechen für eine Koalition, aber es wird schwierig, da Türkis und Grün weit auseinanderliegen beim Ziel, Wachstum und Umwelt in Einklang zu bringen.“

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