Der Impfstoffhersteller Valneva verlässt das Parkett, die Stamm- und Vorzugsaktien werden nach dem 20. Dezember 2019 nicht mehr in Wien gehandelt, gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Sie bleiben aber an der Euronext Paris handelbar. Die Aktien werden automatisch übertragen.Valneva entstand 2013 aus der Fusion von Intercell und Vivalis. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Frankreich.

© APA/dpa/Frank Rumpenhorst

Wirtschaft
09/20/2019

Nach Ranking-Absturz: Nächster Rückschlag für Wien

Nächster Rückschlag für den Wirtschaftsstandort Wien. Biotechfirma verlässt Börse Wien.

Der Wiener Börse kommt wieder ein Unternehmen abhanden. Der Impfstoffhersteller Valneva verlässt das Parkett, die Stamm- und Vorzugsaktien werden nach dem 20. Dezember 2019 nicht mehr in Wien gehandelt, gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Sie bleiben aber an der Euronext Paris handelbar. Die Aktien werden automatisch übertragen.Valneva entstand 2013 aus der Fusion von Intercell und Vivalis. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Frankreich.

Der Rückschlag für den Finanzplatz Wien wird untermauert durch eine andere Hiobsbotschaft. So liegt Wien von international 104 Finanzplätzen nur noch auf Rang 54, wie aus dem gestern veröffentlichten "Global Financial Centres Index 26" hervorgeht. Das ist um zehn Plätze schlechter als bei der letzten Erhebung im März. 

Inzwischen hat sogar die kasachische Hauptstadt Nur-Sultan Wien überholt. Gründe für den Rückfall: Österreich ist ein Hochsteuerland, andere Standorte in Osteuropa und Asien holen auf und Österreich verliert als Drehscheibe zu Osteuropa an Bedeutung.