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┬ę APA/GEORG HOCHMUTH

Wirtschaft
11/05/2019

Nach Lizenzverlust: Bodenabfertigungsfirma Celebi fechtet Vergabe an

Unternehmen kritisiert Vergabe als intransparent. Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht.

Die Vergabe der zweiten Bodenabfertigungslizenz am Flughafen Wien wird das Verkehrsministerium noch l├Ąnger besch├Ąftigen. Die Firma Celebi, die ihre Lizenz mit Jahreswechsel an die Schweizer AAS verliert, k├╝ndigte am Dienstag in einer Presseaussendung an, die Entscheidung des Verkehrsministeriums rechtlich bek├Ąmpfen zu wollen. Das Unternehmen kritisierte die Vergabe als intransparent.

Celebi Aviation werde "alle ihr zur Verf├╝gung stehenden Rechtsmittel nutzen, um Regressanspr├╝che geltend zu machen und die eigenen Rechte zu verteidigen", k├╝ndigte die t├╝rkische Abfertigungsfirma an. Konkret soll die Entscheidung vor dem Bundesverwaltungsgericht angefochten werden. Auch der unterlegene Bieter Swissport hat bereits angek├╝ndigt, sich an das Gericht zu wenden.

Ohne Fachkenntnis

Celebi ├╝bt in der Aussendung scharfe Kritik an der Republik. Die Lizenzausschreibung sei "ohne ausreichende Fachkenntnis" erfolgt. "Die Rechtslage ist eindeutig, allerdings l├Ąsst das Ma├č an Professionalit├Ąt, mit dem solche sensiblen und technisch komplexen F├Ąlle behandelt werden, zu w├╝nschen ├╝brig", erkl├Ąrte Celebi.

Der Airline-Dienstleister bem├Ąngelt die Transparenz des Ausschreibungsprozesses. So sei AAS, das die Zulassungskriterien in der ersten Runde nicht erf├╝llt hat, erlaubt worden, nachtr├Ąglich Zusatzdokumente einzureichen und so als Erstgereihter aus der zweiten Bewerbungsrunde hervorzugehen. Celebi sei allerdings schriftlich kommuniziert worden, dass die Einreichung von Zusatzdokumenten nicht akzeptiert werden k├Ânne.

Mangelhaft

Die heurige Ausschreibung war notwendig geworden, weil schon die letzte Vergabe - 2014 an Celebi - angefochten und in der Folge von den Gerichten als "mangelhaft" beurteilt worden war. Das Bundesverwaltungsgericht hob den damaligen Bescheid des Verkehrsministeriums auf und ordnete eine Neuausschreibung mit ├ťbergangsfrist bis zum 31.12.2019 an.

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