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Erneuerbare Energien
09/18/2013

Mitterlehner will Fördersystem für Ökostrom umkrempeln

Nach der Wahl will der Wirtschaftsminister eine Änderung der Ökostrom-Subventionen diskutieren.

Das System der Förderung von Ökostrom in Österreich soll renoviert werden: Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner geht davon aus, dass es bei den Regierungsverhandlungen nach der Wahl eine Änderung der Ökostrom-Subventionen in Richtung Investitionsförderung und stufenweise sinkende Tarife diskutiert wird.

Sowohl bei Fotovoltaik als auch bei Windenergie sieht der Minister die Ausbaupotenziale schön langsam ausgereizt. Man könne bei der Förderung nach unten gehen. Es stelle sich nämlich die Frage, ob eine Rendite von zehn Prozent, die Investoren mit erneuerbarer Energie erzielen können, eine Notwendigkeit seien.

Auch Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber drängt auf einen Umbau des Ökostrom-Fördersystems. Wegen der Entwicklung in Deutschland, von der sich Österreich nicht abkoppeln könne, befinde sich die Strombranche in ihrer bisher größten Krise. Dank der Förderung seien dort viele kleine Ökostromanbieter entstanden – 1,3 Millionen Öko-Energieversorger gibt es in Deutschland, die vorrangig ins Netz einspeisen dürfen. Laut Anzengruber sind Gaskraftwerke in der derzeitigen Situation nicht wirtschaftlich zu betreiben.

Martin Fliegenschnee, Sprecher der IG Windkraft, reagiert verärgert auf den Vorstoß von Verbund-Chef und Wirtschaftsminister: „Unser Ökostrom-Gesetz ist erst ein Jahr alt. Eine Änderung würde Investoren verschrecken.“ Zudem funktioniere es bestens.

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