Wirtschaft 10.01.2012

Millionenstrafe für OMV-Tochter

Rumänien: Petrom und weitere vier Ölkonzerne wurden wegen Absprachen zu insgesamt 202 Mio. Euro verdonnert.

Die rumänische Wettbewerbsbehörde hat fünf Ölkonzerne im Land zu einer Strafe von umgerechnet 202 Millionen Euro verdonnert. Der Löwenanteil von 117,1 Millionen Euro entfällt auf die OMV-Tochter Petrom und Petrom Marketing.

Die Behörde wirft den Konzernen ein Vergehen gegen das Wettbewerbsrecht bei der Rücknahme des Treibstoffes Eco Premium (mit Bleiersatzstoffen fertig gemischtes bleifreies Benzin) vom rumänischen Markt vor. Petrom soll die Gespräche über die gleichzeitige Rücknahme der Treibstoffsorte begonnen haben. Daher muss der österreichische Ölkonzern mit einer Strafe von mehr als drei Prozent des Jahresumsatzes am meisten zahlen. Laut Gesetz wären sogar bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes möglich gewesen. Weiters wurden Strafen über die rumänischen Töchter von Lukoil, MOL und ENI verhängt.

Zur Zeit des Vergehens hatte Eco Premium einen Marktanteil von rund zwei Prozent auf dem rumänischen Treibstoffmarkt. „Die Entscheidung, Eco Premium 2008 vom Markt zu nehmen, wurde unter gebührender Rücksichtnahme der Interessen der Konsumenten aus umweltbedingten und ökonomischen Gründen getroffen“, hieß es seitens der OMV bei Bekanntwerden der Ermittlungen der Wettbewerbsbehörde Mitte November. „Wir sind der Auffassung, dass das Strafmaß nicht gerechtfertigt ist“, teilte die OMV gestern, Dienstag, mit. Petrom und ihre Tochter werden die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde bei Gericht bekämpfen.

( Kurier ) Erstellt am 10.01.2012