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Wirtschaft
01/07/2022

Millionenklage gegen Airbus in den Niederlanden

Airbus hatte bereits im Geschäftsbericht zum dritten Quartal offengelegt, dass Zivilklagen in den Niederlanden drohen.

Airbus wird in den Niederlanden auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. In der Klageschrift, die am 3. Jänner bei einem Gericht in Den Haag eingereicht wurde, geht es um Korruptionsvorwürfe. Anleger hätten Airbus-Aktien zu überhöhten Preisen gekauft und Verluste von mindestens 300 Millionen Euro erlitten, weil das Unternehmen Informationen zu Korruption zurückgehalten hatte.

Auch die Wirtschaftsprüfer KPMG und Ernst & Young stehen im Fokus der Kläger. Airbus äußerte sich nicht zu dem laufenden Verfahren. Die beiden Wirtschaftsprüfer antworteten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Bisher hätten sich mehr als 100 institutionelle Investoren der Klägergruppe angeschlossen, hieß es in den Gerichtsunterlagen, über die die niederländische Zeitung "Het Financieele Dagblad" zuerst berichtet hatte. "Die Erwartung ist, dass diese Zahl steigt." Sollten sich weitere Anleger an der Klage beteiligen, dürfte auch die Schadenssumme zunehmen. Eine gerichtliche Anhörung ist für den 6. April geplant.

Airbus hatte bereits im Geschäftsbericht zum dritten Quartal offengelegt, dass Zivilklagen in den Niederlanden drohen und angekündigt, sich dagegen zu wehren. 2020 hatte der Flugzeugbauer sich auf einen Vergleich mit einem Volumen von 4 Milliarden Dollar (3,5 Mrd. Euro) mit französischen, britischen und US-Behörden geeinigt. Dabei ging es um Ermittlungen im Zusammenhang mit Bestechung und Korruption bei Verkaufspraktiken, die sich drei Jahre lang hingezogen hatten.

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