Mit einem Schluck Milch oder einem Biss in österreichischen Käse die heimischen Milchverarbeiter unterstützen.

© dpa/Daniel Reinhardt

Russischer Importstopp
08/22/2014

Milchverarbeiter fordern mehr heimische Ware in Supermärkten

Der Handel setzt im Zuge der Russland-Sanktionen verstärkt auf Obst und Gemüse aus Österreich.

Die Österreicher sollen nicht nur mehr Äpfel, sondern auch mehr Käse aus Österreich essen – zumindest wenn es nach der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) geht.

Grund dafür sind einmal mehr die Russland-Sanktionen, die den heimischen Milchverarbeitern am russischen Markt einen Strich durch die Rechnung machen. Der Handel solle sich nicht nur stärker auf Obst und Gemüse aus Österreich konzentrieren, sondern auch auf heimische Milchprodukte, fordert VÖM-Präsident Helmut Petschar.

Die gleiche Forderung kommt auch von den Gemüsebauern. Sie erwarten einen Preisverfall. Der Grund: Produktionen aus Polen, Italien und den Niederlanden, die nun nicht wie geplant in Russland verkauft werden können, drängen in den Markt.

Serben profitieren

In Serbien sorgt Putin für Goldgräberstimmung. "Wir ersticken in russischen Anfragen", sagt Handelsminister Rasim Ljajic. Vor allem Milch, Obst, Gemüse und Schweinefleisch würden die Russen bestellen. Brüssel verlangt nun von Belgrad, sich der EU-Sanktionspolitik anzuschließen. Das stark mit Russland verbündete Land steckt damit in einem Dilemma: Einerseits soll das Balkanland EU-fit gemacht werden, andererseits will es in Russland nicht in Ungnade fallen. Im Vorjahr gingen sieben Prozent der serbischen Ausfuhren nach Russland.

Am Freitag sagte Ministerpräsident Aleksandar Vucic zu, die Ausfuhren nach Russland zumindest nicht zusätzlich zu subventionieren. Serbien will die Lebensmittelexporte nach Russland noch heuer von 172 auf 300 Mio. Dollar (225 Mio. Euro) steigern. Experten merken schon an, dass Investitionen in den Tierbestand und die Bewässerung der Äcker nötig sind, um die Ausfuhren auch 2015 steigern zu können.

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