Wirtschaft 13.01.2012

Mehr als 1000 Jets sind neuer Rekord

© Bild: dapd(c) AP

Die Luftfahrt-Rivalen Airbus und Boeing lieferten 2011 zusammen eine Rekordzahl an Maschinen aus. Schwellenländer füllen die Auftragsbücher.

Die beiden führenden Flugzeughersteller Airbus und Boeing haben im vergangenen Jahr zusammen erstmals mehr als 1000 Maschinen ausgeliefert. Mit 543 in den Dienst gestellten Flugzeugen erzielte Airbus einen eigenen Rekord und übertraf den US-Rivalen das neunte Jahr in Folge, wie Branchenkreise am Donnerstag bestätigten und Airbus in der kommenden Woche mitteilen will.

 

Volle Auftragsbücher

Auch bei den Bestellungen liegen die Europäer um Längen vor den Amerikanern: Während Airbus weit über 1600 Order an Land zog, standen bei Boeing 921 Aufträge in den Büchern. Erst vor kurzem bekamen beide Unternehmen den Zuschlag für insgesamt 70 neue Flugzeuge im Wert von 7,5 Milliarden Dollar (5,89 Mrd. Euro).

Dazu gehört die Bestellung von 44 Airbus-Maschinen durch die mexikanische Billigflugline Volaris sowie der Auftrag über zehn Boeing 787 " Dreamliner" eines unbekannten Kunden. Die aufstrebenden Schwellenländer füllen die Auftragsbücher mit ihrem wachsenden Bedarf an Verkehrsmaschinen zuverlässig, so dass die Branche den Effekt der Euro-Schuldenkrise ausgleichen kann. Standard & Poor`s prognostizierte am Donnerstag, dass die Phase der steigenden Auslieferungszahlen noch länger anhalten könnte.

Gerüchte um American Airlines

Indes könnte es unter den US-Fluggesellschaften zu einer neuen Großfusion kommen. Gleich mehrere Rivalen umschwirren nach Medienberichten die insolvente American Airlines. Die drittgrößte US-Fluggesellschaft wird in US-Medien mittlerweile als Übernahmekandidat gehandelt. Denn nach dem geplanten Neustart stünde American Airlines befreit von Schulden und hohen Kosten viel schlanker da. Es kursieren gleich mehrere Namen möglicher Käufer.

Nach einem Bericht des Wall Street Journal prüfen sowohl der größere Rivale Delta Air Lines als auch der Finanzinvestor TPG ein Übernahmegebot. Es dürfte aber noch Monate dauern, bis tatsächlich ein Offert auf dem Tisch liege, schrieb die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf eingeweihte Personen.

Erstellt am 13.01.2012