Mayr-Melnhof konnte seinen Nettogewinn im ersten Halbjahr steigern

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Wirtschaft
02/12/2021

Mayr-Melnhof Karton kauft polnische Kartonfirma um 700 Millionen

Polnische Firma Kwidzyn mit 2.300 Mitarbeitern erzielte 2020 Umsatz von gut 500 Millionen Euro.

Die börsennotierte Mayr-Melnhof Karton AG (MM) kauft die polnische Kartonfirma Kwidzyn von der International Paper Holding um 670 Mio. Euro mit 2.300 Mitarbeitern. ZusĂ€tzlich ĂŒbernehmen die Österreicher Verbindlichkeiten von rund 33 Mio. Euro. "Die Akquisition von Kwidzyn ist Teil der Strategie von MM, im hochqualitativen Frischfaserkartonbereich mit innovativen, nachhaltigen und kostengĂŒnstigen QualitĂ€ten zu wachsen", teilte MM am Freitag in der FrĂŒh mit.

Die entsprechende Vereinbarung zum Erwerb ist demnach getroffen. Das Closing wird fĂŒr das dritte Quartal heuer erwartet. Die geplante Transaktion werde sich unmittelbar ertragssteigernd auswirken, so MM. Im Jahr 2020 wurde von den Polen ein bereinigtes EBITDA von rund 92 Mio. Euro bei einem Umsatz von rund 510 Mio. Euro erwirtschaftet.

Am integrierten Zellstoff- und Papierstandort in Polen betreibt Kwidzyn eine Zellstofffabrik mit rund 400.000 Tonnen KapazitĂ€t pro Jahr und vier verbundenen Karton- beziehungsweise Papiermaschinen. KernstĂŒck ist eine Frischfaser-Kartonmaschine mit 260.000 Tonnen KapazitĂ€t per anno.

"Die Übernahme von Kwidzyn ist eine ideale ErgĂ€nzung unseres bestehenden KartongeschĂ€fts", wurde Peter Oswald, CEO der Mayr-Melnhof Gruppe, in der Unternehmensmitteilung zitiert. "Sie ermöglicht Mayr-Melnhof Karton, Innovationen fĂŒr nachhaltigere Verpackungslösungen im wachsenden Markt fĂŒr Frischfaserkarton voranzutreiben und schafft auch attraktive neue Perspektiven durch die Integration von Zellstoff und Papier an einem europĂ€ischen Standort mit Kostenvorteilen." Man setze großes Vertrauen ins Team von Kwidzyn, das hochqualifiziert sei.

Zur strategischen Relevanz des Zukaufs fĂŒr MM Karton hieß es von der Firma weiters, dass die Wettbewerbsposition gegenĂŒber den MarktfĂŒhrern in Europa im wachsenden Frischfaserkarton-Bereich gestĂ€rkt werde. Es erfolgten auch die Einstiege in die GeschĂ€ftsfelder flexible Papierverpackung sowie ungestrichenes Feinpapier (UWF) ĂŒber einen etablierten Niedrigkostenhersteller. Freilich sollen auch Synergien genutzt werden.

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