Wirtschaft
05.05.2018

Luxuswohnbau könnte in Wien bald wieder abflauen

Immobilienentwickler wollen aus jedem Quadratmeter so viel wie möglich herausquetschen, meint Wienerberger-Chef Heimo Scheuch.

Das Thema „Leistbares Wohnen“ ist derzeit in aller Munde und besonders in Wien ein dringliches. Dass zurzeit in Wien dennoch viele Luxusprojekte umgesetzt werden, liegt laut Wienerberger-Vorstandschef Heimo Scheuch an den Projektentwicklern, die aus jedem Quadratmeter so viel Ertrag wie möglich herausquetschen wollen. „Die Käuferschicht ist jedoch schmal, im Luxussegment könnte diese Entwicklung durchaus wieder abflachen“, sagt Scheuch in der SCHAU-TV-Gesprächsreihe „Warum eigentlich,…?“

Ein Thema, das die Braubranche derzeit antreibt, ist Digitalisierung. Der 3-D-Druck werde am Bau aber nicht so schnell eine Rolle spielen, so Scheuch. Der Ziegel sei einer der besten Baustoffe für den Wohnbau. „Er ist gesünder, atmet und gibt keine Schadstoffe ab.“ Er sei wärmedämmend, langlebig, unbrennbar und diene als Schallschutz.

Holzhochhäuser gibt es nicht

Außerdem könne man mit Holz aus Gründen der Statik nicht mehr als drei bis vier Stockwerke bauen. „Das Holzhochhaus gibt es nicht“, sagt Scheuch. Das sei nur eine Marketingetikette. Sogenannte Holzhochhäuser würden zu 60 Prozent aus Beton bestehen, um einen Betonkern würden Holzfassaden aufgezogen.

Der Regierung legt er nahe, sich neben tagespolitischen Themen mehr Gedanken darüber zu machen, wie Österreich in 30 Jahren aussehen und nicht wo Rauchen erlaubt sein solle. Er möchte mehr bei Themen wie Integration, Entbürokratisierung und Digitalisierung sehen. TP