Der britische Vodafone-Konzern will angesichts leerer Kassen und der Kritik von Investoren seine europäischen Funktürme abspalten und möglicherweise an die Börse bringen. Die Sparte soll zunächst bis Mai abgetrennt werden und mit 61.700 Funktürmen in zehn Ländern das größte Portfolio seiner Art in Europa sein, wie Vodafone am Freitag in London mitteilte.

© REUTERS / FABRIZIO BENSCH

Kommunikationsbranche
07/26/2019

Leere Taschen: Vodafone könnte Funkturme an die Börse bringen

Der britische Vodafone-Konzern will angesichts leerer Kassen seine europäischen Funktürme abspalten und an die Börse bringen.

Der britische Vodafone-Konzern will angesichts leerer Kassen und der Kritik von Investoren seine europäischen Funktürme abspalten und möglicherweise an die Börse bringen. Die Sparte soll zunächst bis Mai abgetrennt werden und mit 61.700 Funktürmen in zehn Ländern das größte Portfolio seiner Art in Europa sein, wie Vodafone am Freitag in London mitteilte.

Der Konzern habe eine ganze Reihe von Alternativen, die Vermögensteile in den kommenden 18 Monaten zu Geld zu machen - eine davon sei ein möglicher Börsengang, hieß es. Vodafone hatte zuletzt erstmals die Dividende gekappt, um den Schuldenberg abzubauen und Geld für Investitionen in die Netze freizumachen.

In drei der vergangenen vier Geschäftsjahre haben die Briten teils hohe Milliardenverluste eingefahren. Jetzt will sich Vodafone-Chef Nick Read vorwiegend auf das Geschäft in Europa konzentrieren. Erst vergangene Woche erhielt Vodafone die Genehmigung für den Kauf großer Teile der Kabelnetze von Liberty Global in Europa für 18,4 Milliarden Euro inklusive Schulden - darunter auch der deutsche Anbieter Unitymedia.

Beim Verkauf von Funktürmen geht es nur um die Masten und Grundstücke an sich, aktive Sendeanlagen des Netzes sind damit nicht gemeint. Der spanische Telefonica-Konzern hatte seine Funkturmsparte bereits vor einigen Jahren an die Börse gebracht.

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