online grocery shopping concept isolated on white

© ADAM WARD - FOTOLIA 21006776/Adam Ward/Fotolia

Hauszustellung
09/02/2013

Lebensmittelkauf per Mausklick

Die hohe Filialdichte erschwert den Online-Handel mit Nahrungsmitteln für Supermarktketten.

Mit Kleidung oder elektronischen Geräten werden im Online-Geschäft bereits hohe Umsätze erzielt. Im Lebensmittelhandel entwickelt sich der Vertrieb wesentlich langsamer – Supermarktketten haben es mit Internet-Verkauf und Hauszustellung wesentlich schwerer.

Billa startete schon 1999 seinen Online-Shop. Das Unternehmen bemüht sich aktuell darum, durch eine Neugestaltung der Website und Werbekampagnen die Anteile des Internet-Geschäfts am Gesamtumsatz auszubauen. Dieser liegt derzeit unter einem Prozent. Momentan ist die Hauszustellung nur in Wien möglich. Rund 1000 Kunden nehmen sie laut Billa wöchentlich in Anspruch. Bewerkstelligt wird der Dienst von zwei Filialen, im Herbst kommt eine dritte hinzu. Für 2014 plant Billa eine Erweiterung nach Graz und Linz. „Ziel sollte es schon sein, in jeder Landeshauptstadt eine Auslieferungsfiliale zu haben“, sagt Billa-Vorstand Volker Hornsteiner. Dass der Online-Handel mit Lebensmitteln so schwer in die Gänge kommt, führt Hornsteiner auf die hohe Ladendichte in Österreich zurück.

Merkur, wie Billa Teil von Rewe, wagte ebenfalls den Sprung ins Online-Geschäft. Bei Spar gibt es zwar bestimmte Warengruppen aus Interspar-Märkten und Weine im Internet zu bestellen – Lebensmittel werden jedoch keine angeboten. Dabei soll es auch bleiben, obwohl man bei Spar die Entwicklung sehr genau beobachte, hieß es von Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann auf Anfrage des KURIER.

Das Unternehmen Hausfreund beliefert seit 1996 Haushalte in Wien und Umgebung mit Lebensmitteln. Einige Tausend Kunden greifen auf das Service zurück. Zwischen 10.000 und 15.000 Artikel stehen zur Verfügung. „Auf Nachfrage können wir auch Sonderwünsche liefern“, sagt Geschäftsführer Stefan Gsaller. Das Geschäft bei Hausfreund wachse zwar, aber auf niedrigem Niveau.

Tiefgekühltes

Der deutsche Lieferant Bofrost trat 1993 in den österreichischen Markt ein. 14 Niederlassungen beliefern rund 200.000 Kunden. Das Sortiment umfasst 300 Tiefkühlprodukte. Das Geschäft wachse fortlaufend leicht. „Gleichwohl merken wir, dass der Wettbewerb härter wird. Insbesondere wirkt sich die aggressive Preispolitik des Wettbewerbs im stationären Handel aus“, sagt Reinhold Hubacek von Bofrost Österreich.

Regionale Produkte

Eine Alternative stellt das Bio-Kistl dar. Es handelt sich dabei um eine Initiative von Bio Austria. Rund 30 Bio-Betriebe in allen Bundesländern beteiligen sich daran. Der Kunde hat je nach Lieferant eine Auswahl an verschiedenen „Kistl“-Varianten, beispielsweise Obst oder Gemüse. Das Geschäftsmodell entwickelt sich gut. „Die Nachfrage hat in den letzten Jahren ordentlich zugenommen“, sagt Eva Straka, Sprecherin von Bio-Austria. Der Biohof Adamah in Markgrafneusiedl war einer der ersten Anbieter des Bio-Kistls. 2001 wurden 60 Stück in der Woche ausgeliefert – mittlerweile sind es 6000.

Am Vertrieb von regionalen Produkten beteiligt sich auch der KURIER. In Kooperation mit myProduct.at werden Produkte von den Landwirten selbst ab Hof versendet.

Fast Food

Der vielfach geäußerte Kundenwunsch nach einem Lieferservice veranlasst McDonald’s zu einem Testlauf in ausgewählten Filialen österreichweit. Mit Details zu Dauer, Kosten und Umsetzung des Versuchs hält sich der Konzern noch bedeckt. Gestartet werden soll im September zunächst mit einigen Restaurants in Wien.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.