Wirtschaft
09.08.2018

Laudamotion-Flüge von Streik bei Ryanair betroffen

Die für Freitag geplanten Streiks der Ryanair-Piloten in Deutschland haben 20 Flugausfälle bei Laudamotion zur Folge.

Am Freitag werden die deutschen Ryanair Piloten streiken. Durch den Streik wird es zu Flugausfällen und Verspätungen kommen. Das betrifft auch die österreichische Tochter Laudamotion. 20 Flüge aus Deutschland, die Ryanair für Laudamotion durchführt, werden am Freitag gestrichen. Betroffene Passagiere seien informiert worden. Verbindungen von und nach Österreichen sollen nicht betroffen sein, teilt Laudamotion der Austria Presse Agentur (APA) mit.

Bisher hatte Laudamotion immer betont, dass die europaweiten Streiks bei Ryanair keine Auswirkungen auf die Laudamotion-Flüge hätten. Zum ersten Mal werden nun die deutschen Ryanair-Piloten streiken. Dies betrifft auch die zehn Boeing Maschinen mit der Ryanair-Besatzung, die laut Wetlease-Vertrag für Laudamotion fliegen.

Der morgige Streik ist der größte in der Geschichte Ryanairs. Europaweit musste die Billigairline für morgen 400 von 2400 Flügen absagen, 250 davon betreffen Deutschland. Auch in Belgien, Irland, Schweden und den Niederlanden sind Ausstände geplant. Ryanair-Marketing-Chef Kenny Jacobs erklärt, dass etwa 55.000 Kunden ihre Flüge umbuchen mussten oder die Tickets erstattet bekommen. Eine Liste der gestrichene Flüge will Ryanair nicht ausgeben.

Die Airline und seine Crews streiten um Gehalt und Arbeitsbedingungen. Erst im vergangenen Dezember hatte Ryanair die Gewerkschaften anerkannt und verhandelt seither in ganz Europa über die Kollektivverträge. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren die Verhandlungsweise des irischen Unternehmen. Ryanair-Chef Michael O´Leary hatte in Mitten der Streiks im Juli gedroht, Jobs zu verlagern.

Auch für die rund 650 Mitarbeiter bei Laudamotion wird über den Kollektivvertrag verhandelt. Zu einem Abschluss soll es in den nächsten Wochen kommen.