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Hypo-Skandal
08/30/2013

Kulterers Gang ins Gefängnis naht

3,5 Jahre muss der ehemalige Hypo-Chef absitzen, die Aufforderung zum Haftantritt ist eingelangt.

Die Zeit der Freiheit ist für Wolfgang Kulterer demnächst vorbei: Der ehemalige Vorstands- und Aufsichtsratschef der Kärntner Hypo, hat die Aufforderung zum Haftantritt erhalten. "Mein Mandant hat das Schreiben bekommen, in den kommenden vier Wochen bis spätestens Mitte Oktober wird es so weit sein", bestätigte sein Anwalt Ferdinand Lanker.

Verlegung

Kulterer muss vorerst in die Justizanstalt Klagenfurt. Es ist aber so gut wie sicher, dass er in weiterer Folge in ein anderes Gefängnis verlegt wird, denn Kulterer hat eine Freiheitsstrafe wegen Untreue über 3,5 Jahre wegen des ersten Vorzugsaktiendeals der Kärntner Bank anno 2004 erhalten - und in Klagenfurt sitzen nur Häftlinge mit Strafen ein, die 1,5 Jahre nicht übersteigen.

Der Oberste Gerichtshof hatte Anfang Juli die Urteile gegen ehemalige Verantwortliche der später notverstaatlichten Pleite-Bank, darunter Kulterer, bestätigt. Wegen Untreue bzw. Beitrags zur Untreue wurden neben Kulterer, Ex-Hypo-Vorstand Günter Striedinger und Rechtsanwalt Gerhard Kucher zu je vier Jahren und Steuerberater Hermann Gabriel zu viereinhalb Jahren verurteilt.

Kulterer, Striedinger, Kucher und Gabriel haben, so die Höchstrichter, die dem erstinstanzlichen Urteil vollständig folgten, die Kärntner Hypo bei einem Vorzugsaktien-Deal im Jahr 2004 um knapp 5,5 Millionen Euro unter Missbrauch ihrer Befugnisse geschädigt.

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