Wegen KI: Finanzdienstleister streicht fast die Hälfte aller Jobs
Jack Dorsey ist Gründer von Twitter.
Der US-Zahlungsdienstleister Block greift zu einer radikalen Maßnahme und streicht im Zuge einer Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz (KI) fast die Hälfte seiner Stellen. Das vom Twitter-Gründer Jack Dorsey geführte Unternehmen kündigte den Abbau von mehr als 4.000 Arbeitsplätzen an.
Dorsey begründete den Einschnitt mit dem fundamentalen Wandel durch KI: „Ein deutlich kleineres Team kann mit den Instrumenten mehr machen und das besser“, erläuterte er. „Ich glaube nicht, dass wir mit dieser Erkenntnis früh dran sind. Ich glaube, die meisten Unternehmen sind spät dran.“
Block-Aktie hebt ab
An der Börse sorgte die Ankündigung für Begeisterung: Die Block-Aktie schoss im nachbörslichen Handel um 25 Prozent nach oben. Analysten bezeichneten den Stellenabbau als "bahnbrechenden Moment" in der KI-Ära. Er gebe einen Vorgeschmack darauf, wie die Technologie die Unternehmenswelt grundlegend verändern könnte
In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X führte Dorsey weiter aus, Block habe sich für einen Jobabbau im Zuge einer einzigen, tiefen Einschnittrunde entschieden, anstatt über die Zeit hinweg mehrere Kündigungswellen vorzunehmen. Er wolle den Schritt lieber „ehrlich und zu unseren eigenen Bedingungen“ gehen, als später dazu gezwungen zu werden.
Bis zu 500 Millionen Dollar Umbaukosten
Für den Umbau rechnet Block mit Kosten zwischen 450 Millionen und 500 Millionen Dollar. Operativ lief es für den Finanzdienstleister im abgelaufenen Quartal rund. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg in den drei Monaten bis Ende Dezember auf 65 Cent, verglichen mit 47 Cent im Vorjahreszeitraum. Der Bruttogewinn legte um 24 Prozent zu. Maßgeblich dafür war ein Plus von 33 Prozent bei der Cash App, über die Nutzer Geld versenden können.
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