Wirtschaft
21.05.2018

Krisengipfel zur Lage der heimischen Zuckerproduzenten

Rüsselkäfer und Preisverfall sorgen für Verunsicherung unter Rübenbauern. Nachhaltigkeitsministerium will Maßnahmen setzen.

In den vergangenen Wochen und Monaten setzte das Klima der heimischen Landwirtschaft stark zu. Während es in vielen Teilen Österreichs (Steiermark und Kärnten) zu Überschwemmungen und Windwürfen gekommen ist, sind das Mühl-, Wald- und Weinviertel sowie Teile des Burgenlands von starken Dürren betroffen. Diese führen außerdem zu einem sehr großen Schädlingsaufkommen. Der Borkenkäfer (Forstwirtschaft) und der Rüsselkäfer (Ackerbau) konnten sich rasant vermehren. Von einer Fläche von rund 10.000 Hektar musste heuer bereits ein Viertel wieder eingeackert werden, da der Rüsselkäfer die Ernte zerstört hat.

Preisverfall

Zusätzlich ist die Situation auf dem Zuckermarkt, wie berichtet, aufgrund eines europaweiten Preisverfalls und starker Konkurrenz derzeit sehr schwierig. Daher findet heute, Dienstag, im Nachhaltigkeitsministerium der Aktionsgipfel „heimischer Zucker“ statt. Ziel sei es, bis Ende des Jahres Maßnahmen zu erarbeiten, um die österreichische Zuckerproduktion zu sichern, heißt es aus dem Ministerium. Neben Ministerin Elisabeth Köstinger werden auch Vertreter von NGOs, des Handels und der Industrie daran teilnehmen.

In dem Zusammenhang wies sie auf die geplanten Kürzungen im künftigen EU-Agrarbudget hin. Laut Berechnungen ihres Ministeriums sieht der Vorschlag der Kommission für den neuen Finanzrahmen eine Kürzung der Direktzahlungen von rund 27,5 Mio. Euro jährlich und bei der Ländlichen Entwicklung von 97,5 Mio. Euro pro Jahr vor. Diese Kürzungen würden auch den Umweltschutz und Vorsorgen gegen den Klimawandel betreffen, warnt Köstinger.www.ruebenbauern.at