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Wirtschaft
12/05/2011

"Kriminelle Handlungen" als Krisenursache

Wolfgang Peschorn kritisiert die "filetierte Verantwortung" der Finanzwelt und fordert die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen.

Einig waren sich die Referenten beim 6. Wiener Symposion über Wirtschafts- und Finanzstrafrecht (von Deloitte) in der Einschätzung, dass es Jahre dauern wird, bis das Vertrauen in die Banken wieder hergestellt ist. Für den Präsidenten der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn, hat "die Krise ähnliche Ursachen, wie kriminelle Handlungen". Vor allen die "filetierte Verantwortung" durch Aufteilung der Entscheidungsprozesse und Berufung auf externe Berater habe dazu geführt, dass "Verantwortung nicht mehr wahrgenommen wird".

Peschorns Schlussfolgerung: "Die Möglichkeiten für Wirtschaftskriminelle haben sich verbessert." Er plädierte für eine "klare Zuordnung der Verantwortung." Die Politik sei aufgerufen entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, "zumal der Markt sich nicht selbst reguliert".

Bank-Austria-Chef Willi Cernko setzte die Akzente anders. Regulative würden nur auf EU-Ebene Sinn machen. Für Cernko ist "jede Form der Überregulierung Ausdruck einer Misstrauenskultur." Die Bank Austria hat ein Vergütungsmodell entwickelt, bei dem 50 Prozent auf den Ertrag entfallen und 50 Prozent auf die Kundenzufriedenheit. Es sei, so der Vorstandschef, bisher jedoch nicht gelungen, "die strikte Trennung zwischen Kunden- und Investmentbank zu vermitteln."

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