Kräftemessen auf russischer Luftfahrtmesse

Auf der Luftfahrtmesse Maks hat Russland seinen Tarnkappenbomber Suchoi T-50 präsentiert und will damit die US-Konkurrenz ausstechen.

Auf der internationalen Luftfahrtmesse Maks in Schukowski bei Moskau zeigen die weltweit größten Produzenten in Sachen Luftfahrt ihre neuesten Errungenschaften. Russland hat am Dienstag erstmals den Tarnkappenbomber Suchoi T-50 der Öffentlichkeit präsentiert. Das Jagdflugzeug der fünften Generation wurde in Zusammenarbeit mit Indien entwickelt und soll zu einem wesentlich günstigeren Preis auf den Markt kommen als der Bomber F-22 Raptor aus den USA. 

Gastgeber Russland nutzt die Messe traditionell zur Demonstration seiner militärischen Stärke. Große Hoffnungen werden auf den neuen Bomber gesetzt. Die russische Armee will mindestens 150 Suchoi T-50 erwerben, Indien hat angeblich Interesse an 200 Maschinen. In den kommenden Jahrzehnten sollen bis zu 1000 Suchoi T-50 für den internationalen Waffenmarkt produziert werden. Der erste Probeflug der Suchoi T-50 fand im Jänner 2010 statt. Über ein Jahr später erfolgt nun die Präsentation auf der Maks.

Die Veranstalter der größten russischen Luft- und Raumfahrtmesse erwarten in den kommenden Tagen eine halbe Million Besucher. Teil der Messe sind natürlich auch diverse Flugshows, darunter eine Formation der Fliegertypen Mig-29 und Su-27. Unter den zur Schau gestellten militärischen Flugzeugen gesellten sich auch weniger neue Modelle: Als Erinnerung an den überwundenen Kalten Krieg entsandte Boeing den Langstreckenbomber B-52, der als Rückgrat der nuklearen US-Abschreckung gegen die Sowjetunion galt. C-5: Das Großraumtransportflugzeug der US-Armee ist auch in Schukowski zu bewundern. Auch eine Tupolev Tu-160 der russischen Luftwaffe steht  auf dem Flugfeld bereit. Zwei Kampfflugzeuge des Typs MiG-35d flogen als Teil einer Flugshow über Schukowski. Boeing C-17: Ein militärisches multifunktionales Transportflugzeug für große Lasten oder Truppen stand auch bereit. Boeing präsentierte aber nicht nur Flieger für den militärischen Einsatz. Auch Flugzeugen für die zivile Luftfahrtnutzung wurden demnach präsentiert. Der US-Flugzeugbauer Boeing präsentierte auch seinen Hoffnungsträger 787 Dreamliner. Am Boden durften Schaulustige den Dreamliner auch von innen bewundern. Auch ein russisches Amphibienflugzeug vom Typ Be-200 kam zum Lufeinsatz. Es fasst Tausende Liter Wasser und wird vor allem zur Feuerbekämpfung eingesetzt. Ein Polizeieinsatz wurde mit Hilfe eines russischen Helikopters des Typs Mi-8AMP nachgestellt. Airbus schickte seinen doppelstöckigen Superjumbo A380 zur MAKS. Noch bis bis Sonntag (21.8.) präsentieren 794 Aussteller aus 40 Ländern ihre Flieger in Schukowski.
(apa, rts, KURIER.at / mn) Erstellt am
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