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Wirtschaft Karriere
10/04/2020

Uni, Lehre oder Arbeit? Fünf Stellen, die helfen

Eine Lehre beginnen, auf Jobsuche gehen oder später in ein Studium einschreiben? Diese Anlaufstellen bieten Beratung.

1) Der Bildungsnavi der Arbeiterkammer

 Der AK-Bildungsnavi bietet Orientierung Angebot:  „Jugendlichen fällt es heutzutage immer schwerer, den richtigen beruflichen Weg zu finden. Mit dem Bildungsnavi wollen wir Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren auffangen und bei dem Übergang zwischen Schule und dem weiteren Bildungsweg beraten“, erklärt AK-Bildungsbeauftragte Heike Angerer. Geholfen wird damit allen, die auf der Suche nach dem richtigen Beruf sind, Infos über Lehrstellen oder Studienrichtungen suchen. 

Beraten wird telefonisch über die Hotline oder in persönlichen Treffen, in Kürze auch über Whatsapp. Gut ankommen würde auch die App „AK-Jopsy“. Angerer: „Sie fragt Stärken und Talente ab, die drei Hauptinteressen ergeben dann mögliche Berufe und zeigen die Ausbildungsmöglichkeiten auf.“

Kontakt: Über die  Hotline 01 501 651406 oder unter www.arbeiterkammer.at/akbildungsnavi.

2) Die Berufsinfozentren (BIZ) des AMS

BIZ finden sich in jedem Bundesland, in Wien gibt es sie insgesamt in sieben Geschäftsstellen. „Wir  informieren und beraten  Erwachsene und Jugendliche ab 15 persönlich rund um Beruf, Bildung und Karriere“, erklärt Daniela Landner vom AMS Wien. Auf Basis eines Eignungstests wird zusammen mit dem Berater oder der Beraterin nach möglichen Berufen oder Ausbildungen gesucht.

„Wir zeigen auch auf, wie sich die Nachfrage von Berufsbildern nach Branchen gestaltet. Wir raten aber nie von Ausbildungen aus, sondern erarbeiten zusätzlich Alternativen.“ Zudem erhalten Jugendliche wertvolle Tipps für künftige Bewerbungen. „Wir erklären, wo man nach offenen Lehrstellen sucht, was man aus Jobinseraten herauslesen kann und wie man sich auf Jobgesprächen vorbereitet.“

Kontakt: Persönliche Beratung nach Terminvereinbarung über 50 904 940 oder per Mail.

3) Rat auf Draht berät gratis, jederzeit und anonym

Rat auf Draht bietet eine kostenlose Telefonberatung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen, zu allen möglichen Themen. Neben Beruf, Karriere oder Bildungsfragen, werden auch Probleme und Sorgen, die damit verbunden sind, besprochen. Denn: Nicht zu wissen, was man kann, worin man gut ist und was man mit seiner Zukunft machen möchte, kann ziemlich belastend sein. Wer die 147 wählt, wird von   PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, JuristInnen und Lebens- und SozialberaterInnen beraten.

„Jugendliche haben vermehrt Zukunftsängste hinsichtlich Schule, der Jobaussichten oder der beruflichen Situation der Eltern. Andere wiederum sind unglücklich mit ihren schulischen Leistungen und eine Lehre beginnen, hängen in der Bewerbungsschleife fest oder haben Probleme mit dem Vorgesetzten“, so Satke. Je nach Anliegen wird direkt am Telefon nach einer Lösung gesucht, oder man wird an eine geeignete Fachstelle weitergeleitet.

Kontakt: Rund um die Uhr unter 147, per Mail oder über eine Chatberatung von Montag bis Freitag von 18-20 Uhr.

4) Das bfi-Jugendcoaching bietet Unterstützung für Schüler

Die Jugendcoaches der kaufmännischen Schulen des BFI Wien  versuchen, gemeinsam  mit Jugendlichen eine Lösung zu finden, wenn es in der Schulausbildung nicht so gut läuft, der weitere Schulerfolg oder Schulbesuch gerade unsicher ist. Gemeinsam versuchen BeraterInnen mit einem herauszufinden, was verändert werden könnte um in der Ausbildung weiterzukommen und geben Tipps und Tricks  bei Lern- und Motivationsschwierigkeiten.

Wenn ein Schulwechsel oder ein Ausbildungswechsel bevorsteht, können die Jugendcoaches auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und der Bewerbung unterstützen. Zudem bietet das bfi  eine Bildungsberatung an, wo auf Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten im Falle eines Schulabbruchs hingewiesen wird,  Möglichkeiten für Zusatzqualifikationen aufgezeigt werden oder beim Umstieg von Pflicht- auf weiterführende Schulen beraten wird.   

Kontakt: Unter www.schulenbfi.at/jugendcoaching bzw. www.schulenbfi/bildungsberatung.

5) Lehre statt Leere

Das österreichweite Programm „Lehre statt Leere“ ist eine Initiative des Wirtschafts- und Sozialministerium und hilft Lehrlingen und Lehrbetrieben bei allen Herausforderungen rund um die Lehrausbildung. „Bei uns rufen Jugendliche  ab 15 Jahren an, die sich über Berufe und ihre Ausbildungen informieren wollen, Fragen zu den Lehrabschlussprüfungen haben, andere wollen Lehrverhältnisse auflösen. Ich versuche, dann zu helfen“, erzählt Johann Sturm, der für das Programm in Niederösterreich als Coach arbeitet.

„Es geht aber nicht immer nur um reine Informationen“, weiß Sturm. „Manchmal besteht bei den Jungen einfach das Bedürfnis, zu reden, und das geht mit einer fremden Person  oft leichter.“  Über die Homepage können Jugendliche außerdem persönliche Treffen vereinbaren. „Wer seine  Daten eingibt, erhält ein paar Tage später eine Antwort von einem Coach in der Nähe, der direkt zu den Klienten fährt. Wir muten es Jugendlichen nicht zu, die Fahrt selbst auf sich zu nehmen.“

Kontakt: Persönlich, telefonisch oder unter www.lehre-statt-leere.at vereinbaren.

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