© Mitchel/Saigon

Wirtschaft Karriere
11/15/2019

Geschäftsessen: Essen ohne Ellbogen-Einsatz

Authentische Küche, schräges Interieur: Im Saigon findet jeder, der vietnamesisches Essen liebt, seinen Platz – ohne darum kämpfen zu müssen.

Vietnamesische Restaurants in Wien stehen in hartem Konkurrenzkampf. Besonders im sechsten und siebten Bezirk reiht sich ein Lokal an das nächste und egal, zu welcher Uhrzeit man vorbei spaziert – die Tische sind stets voll. Spontane Besucher haben oft das Nachsehen.

Das Saigon ist da ein echter Geheimtipp. Denn anders als in den überfüllten Restaurants der inneren Bezirke, sitzen hier fast nur Stammgäste, die in der Umgebung wohnen. Tisch-Kämpfe gibt es nicht, vielmehr wird freundlich auf den freien Stuhl neben sich gedeutet und zusammengerückt.

Die Einrichtung ist zwar gewöhnungsbedürftig – ein etwas kitschig geratenes Wandbild des Mekong-Flusses und ein gemauerter Wasserbrunnen am Eingang – dafür überzeugt die Küche.

Etwa der Klassiker „Pho Bo“, eine Reisnudelsuppe mit Rindfleisch und frischen Kräutern oder die Sommerrollen mit Glasnudeln, Garnelen, Koriander, Avocado und Karotten, die man in Fischsauce tunkt und kalt isst. Frisch, würzig, vielfältig – wunderbar!

Essen/Trinken: ***** (5/5)

Große Portionen, angemessene Preise – nach dem Essen gibt es immer einen Teller Obst aufs Haus.

Service: ***** (5/5)

Der Service ist sehr zuvorkommend, Extrawünsche sind auch kein Problem.

Ambiente: ** (2/5)

Etwas kitschig und aus der Zeit gefallen.

Testerin und Autorin: Ornella Wächter