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Wirtschaft Karriere
05/04/2021

Berufe der Zukunft: Diese Jobs sind bald gefragt

Neue Lebensweisen erfordern neue Berufe. Welche Trends ihre Entstehung antreiben und welche Branchen Zukunftspotenzial haben – eine Einschätzung.

von Theresa Kopper

Was machen Sie eigentlich beruflich? Auf diese simple Frage erhalten wir immer öfter eine überraschende Antwort. So ist unser Gegenüber zum Beispiel ein Aquaponik-Fischfarmer oder eine Tele-Chirurgin. Für Gesprächsstoff ist damit  gesorgt, denn hinter solchen Berufsbezeichnungen stecken neuartige Inhalte und Tätigkeiten. Gleichzeitig können sich wohl die wenigsten auf Anhieb etwas darunter vorstellen.  

Die Vielfalt an Berufen steigt

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Arbeitswelt grundlegend verändert. Sie ist zunehmend digitalisiert und globalisiert, von Arbeitnehmern fordert sie Mobilität und Flexibilität. Hinzu kommt die aktuelle Krise, die uns die Notwendigkeit vieler neuer Berufsbilder drastisch vor Augen geführt hat. „Es entstehen heute viel schneller und viel häufiger neue Berufe als das noch vor 20 Jahren der Fall war“, sagt Zukunftsforscher Tristan Horx. Gleichzeitig werden die Berufsbilder auch kleinteiliger und interdisziplinärer. „Job enrichment“ wir das in der Fachsprache genannt und bedeutet vor allem für Arbeitnehmer, dass sie mehr können und Fähigkeiten ursprünglich anderer Berufsbilder in ihres integrieren müssen.   

Das macht einen Zukunftsberuf aus

Unterschiedliche Berufsbilder in ein neues zusammenführen – macht das die  sogenannten Zukunftsberuf e aus? „Nicht nur“, sagt Horx, ein Zukunftsberuf entstehe meistens aus einem Trend heraus. Einer davon sei etwa die  Digitalisierung.  „Aber auch die Humanisierung spielt seit Kurzem eine wichtige Rolle“, erklärt der Experte und bringt als Beispiel den Happiness Manager, zu deutsch Wohlfühl-Organisator, dessen Berufsbild in vielen Unternehmen zu einer wichtigen Säule in Sachen Mitarbeiterzufriedenheit werden wird. Er kümmert sich einerseits um die beste Arbeitsatmosphäre, andererseits ist er auch  Vertrauensperson, Ratgeber, Veranstaltungsorganisator und Vermittler für seine Kollegen. „Heute klingt die Berufsbezeichnung vielleicht noch etwas exotisch, in den nächsten Jahren wird sie sich in der Unternehmenswelt aber etablieren.“

Dasselbe gelte auch für einen sogenannten Chief  Remote Officer, also den Chef im Homeoffice. Facebook zum Beispiel hat  vor kurzem eine solche Position ausgeschrieben. „Diese Berufe folgen natürlich aktuellen Trends, künftig werden sie aber zum Normalzustand werden.“ 

Nachhaltigkeit wird großes Thema

Zum Normalzustand würden auch Berufe rund um das Thema Nachhaltigkeit, ist sich Horx sicher. Einer, der sich in diesem Feld bereits entwickelt hat, ist  jener des Urban Farmers, also des städtischen Bauerns, der nach   platzsparenden Möglichkeiten sucht, um Lebensmittel in der Stadt herzustellen und sie  auf  kurzem Anfahrtsweg zu den Kunden in den Ballungszentren zu liefern. Voraussetzung dafür ist deshalb nicht nur Expertise in Sachen Pflanzenpflege, sondern auch Erfahrung in urbaner Lebensführung. 
All das wirft  natürlich die Frage auf, welche Berufe  es künftig nicht mehr geben wird. Das sei laut Horx schwer zu sagen. „Viel werden sich stark verändern. Einen Verkäufer,  wie wir ihn  kennen, wird es in zehn Jahren wohl nicht mehr geben.“   

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