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Wirtschaft Karriere
04/27/2019

Alis Ansichten: Angekommen im Spiel des Lebens

Gastkommentar von whatchado-Co-Founder, Trendforscher und EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji

Jetzt geht das echte Leben los. All die Prüfungen, all die Stunden in den Schulklassen, in denen wir uns gefragt haben „wozu das Ganze?“. Es ist so weit, die Türen des echten Lebens stehen offen. Mussten wir als Jugendliche bis zur Matura noch um Erlaubnis fragen, wenn wir auf die Toilette wollten, sind wir bereits am nächsten Tag unseres eigenen Glückes Schmied und sollen auf eigenen Beinen stehen.

Die Arbeitswelt fordert – unseren Intellekt, unser Durchhaltevermögen und unsere Fähigkeit, uns anzupassen. Während wir in der Schule Informationshäppchen vorgekaut bekamen, unser Tagesablauf streng vorgegeben war und der Pfad der Möglichkeiten beim Lehrplan endete, sind wir als junge Erwachsene nun endlich im Spiel des Lebens angekommen. Wie sagt der Volksmund: „Die Schule bereitet auf das Leben vor“. Aber ist dem wirklich so?

Wie gestaltet man seinen Alltag, wie geht man mit Absagen bei den Bewerbungen um? Soll ich beim Bewerbungsgespräch zocken oder lieber ehrlich sein? Wissend, dass ich dann vielleicht nicht gut genug bin? Soll ich mich vom Chef herumkommandieren lassen oder aufzeigen, wenn Unrecht passiert? Aber bin ich dann der, der mitdenkt oder als Revoluzzer aus der zweiten Reihe schneller weg, als ich gekommen bin?

Es ist schon paradox, wie wenig wir auf das echte Leben vorbereitet werden. So gesehen, sollte es uns nicht wundern, dass viele Jugendlichen bei den ersten Berufsschritten eher verzweifelt als neugierig wirken. Was diese Jugendlichen heute wirklich brauchen, sind weniger inflationäre Ratschläge, sondern eher eine schützende Hand, die sie dabei begleitet, sich selbst zu erkennen.

Die einen nennen es Mentor, ich nenne es Person, die der Jugend das wichtigste Gut der ersten Berufsjahre beibringt: Gelassenheit und die Zuversicht, dass das Jobleben nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

-Ali Mahlodji

Kontakt: karriere@kurier.at

Ali Mahlodji schreibt ab sofort regelmäßig für den KURIER: "Alis Ansichten" lesen Sie jeden Samstag im JOB Business.

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