Wirtschaft | Karriere
24.08.2018

24 Stunden durchgearbeitet: Techniker lösen Industrie-Probleme

Beim Innovations-Marathon des Forum Alpbach haben 40 Studierende Lösungen für reale Probleme von Industriekonzernen erarbeitet.

Acht Unternehmen, acht Herausforderungen, 24 Stunden Zeit: Der vierte TU Austria Innovations-Marathon hat 40 ausgewählte Stipendiaten und Stipendiatinnen des Europäischen Forum Alpbach mit kniffligen realen Herausforderungen konfrontiert.

Einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang gaben Unternehmenspartner und Organisationsteam – bestehend aus den technischen Unis TU Graz, TU Wien und Montanuni Leoben – den Studierenden aus 20 Ländern in einem eigens präparierten Arbeitsraum im Alpbacher Kongresszentrum Zeit, ihre Ideen zu wälzen, Lösungsansätze zu diskutieren und Konzepte auszuarbeiten.

Diverse Branchen vertreten

Die Projektpartner waren Automobilzulieferer AVL List, Verpackungsspezialist Constantia Flexibles, Energieversorger Energie Steiermark, Haushaltsgerätehersteller Liebherr, IT-Entwickler Logicdata, Automobilzulieferer Magna, Technologie-Konzern Philips und Industriegüterkonzern Voestalpine.

Auch Patentprüfer des Österreichischen Patentamtes waren anwesend, um vor Ort die Ideen der Studierenden zu checken und ihnen mit rechtlichen Ratschlägen zur Seite zu stehen.

Über 1000 Ideen wurden geboren, acht davon wurden ausgefeilt und genau 24 Stunden nach dem Startschuss am Freitag um 9 Uhr den Unternehmenspartnern und Gästen präsentiert. Auf Schlaf hatten die Wettbewerber in der vorangegangen Nacht verzichten müssen: Im Arbeitsraum standen ihnen neben Flipcharts, bunten Haftnotizzetteln und diverse Materialien für spontanen Prototypenbau zwar gesunde Snacks und Sitzsäcke, nicht aber Betten zur Verfügung.

Die Aufgabenstellung der Unternehmen

  • AVL: Digitalisierung im Automotivsektor (Digitalization in the automotive domain)
  • Constantia Flexibles: Die Zukunft der Flüssigkeiten-Verpackung (The future packaging of liquids)
  • Energie Steiermark: Die Zukunft regionaler Pflege (The future of regional caregiving)
  • Philips: Ein Geschäftsmodell für Gesundheit durch Ernährung (A business model for health through nutrition)
  • Liebherr: Neues Erfahrungserlebnis bei Kühlschränken im Handel (A new experience with merchandising coolers)
  • Logicdata: Lösungen für Mikro-Wohnformen (Micro-living solutions)
  • Magna: Anreize für Verhaltensänderung in der Mobilitätsnutzung (Trigger for the reversal of mobility behaviour)
  • Voestalpine: Ein serviceorientiertes Geschäftsmodell für Schweißtechnologien (Service business models for welding)

Lob für Teamfähigkeit

Vor Ort einen Eindruck von den beeindruckenden Leistungen der  Innovationsteams machten sich unter anderem Bildungsminister Heinz Faßmann, Verkehrsminister Norbert Hofer, die steirische Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, der Vorsitzende des Rats für Forschung und Technologie Hannes Androsch, der Generalsekretär der Industriellenvereinigung Christoph Neumayer und Forum Alpbach-Präsident Franz Fischler.

"Derart innovative Ergebnisse in so kurzer Zeit entstehen nur in multidisziplinären Teams, die eine Aufgabenstellung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Die Studierenden müssen einander wertschätzen, kritikfähig sein und Initiative zeigen", zog Mario Fallast, Leiter des Organisationsteams des TU Austria Innovations-Marathons, bei der Ergebnispräsentation wertschätzend Bilanz.