Kahlschlag bei Karstadt trifft vor allem Sport-Filialen

Karstadt in Düsseldorf
Deutscher Städte- und Gemeindebund fordert Entgegenkommen bei den Mieten.

Die radikalen Einschnitte beim deutschen Warenhausriesen Galeria Karstadt Kaufhof dürften vor allem Sport-Filialen und Reisebüros betreffen, schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger. Wie berichtet sollen im Warenhaus-Imperium von Immo-Investor René Benko 80 der 170 Kaufhäuser wackeln. Das könnte rund 20 der 30 Filialen von Karstadt-Sport betreffen, wovon rund tausend Mitarbeiter betroffen wären.

Bei der neu gegründeten Konzerntochter Atrys, welche die Reisebüros von Galeria betreibt, sollen demnach 100 der 130 Reisebüros schließen.

Außerdem soll dem Bericht zufolge allein in der Essener Zentrale von Galeria eine dreistellige Zahl an Jobs wegfallen, dort arbeiten derzeit 1.600 Menschen.

Der Infrastruktur-Experte des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Norbert Portz, sagte der Zeitung Welt zu den möglichen Schließungen: "Das wäre ein harter Schlag, zumal wir befürchten, dass es vor allem strukturschwache Kommunen trifft." Er fügte hinzu: "Wir müssen retten, was zu retten ist." Portz appellierte an die Eigentümer der Immobilien, dem angeschlagenen Handelskonzern bei den Mieten entgegenzukommen.

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