IWF will Österreich mehr sparen sehen

Die österreichische Regierung sollte ihr Sparschwein angestrengter füllen, empfiehlt der IWF.
Foto: Lansera/Fotolia

Die Sparbemühungen der Regierung gehen dem IWF nicht weit genug. Er empfiehlt jährlich ein halbes Prozent der Wirtschaftsleistung einzusparen.

Österreich muss nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) mehr sparen - mindestens ein halbes Prozent der Wirtschaftsleistung ab 2012, um die Neuverschuldung auf Null zu reduzieren. Die derzeitigen Budget-Konsolidierungspläne seien kaum ausreichend, die Schulden auch längerfristig auf jenen Abwärtskurs zu bringen, der nötig sei, um den finanziellen Risiken zu begegnen, heißt es in einem IWF-Bericht zur österreichischen Wirtschaft.

Österreich müsse vor allem die demographische Entwicklung im Auge behalten und solle Anreize schaffen, ältere Arbeitnehmer länger im Berufsleben zu halten und somit erst später in die Pension zu entlassen. Zudem müssten die Ausgaben für das Gesundheitssystem in den Griff bekommen werden.

Als Risikofaktor wertete der IWF die Turbulenzen in der Eurozone, besonders im Falle einer Ausweitung auf Länder in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Das Engagement heimischer Banken im Ausland könne laut IWF eine Gefahr für den öffentlichen Haushalt darstellen. Österreichische Banken müssten im Rahmen ihres Mittel-und Südosteuropa-Engagements hohe Kreditkosten auffangen, so der IWF.

(apa / js) Erstellt am
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