Die Übernahme der Konsum-Tochter Ährenstolz hatte Anker in Schieflage gebracht, 2003 kam es zum Ausgleich. Seither gehörte Ankerbrot der Familie Ostendorf.

© Kurier/Gruber Franz

Investor
04/08/2014

Grossnigg übernimmt Mehrheit an Ankerbrot

Die Firmen aus dem Umfeld des Investors halten nun 58,8 Prozent an dem Bäcker.

Der Investor Erhard Grossnigg hat seinen Anteil an Ankerbrot kräftig aufgestockt. Bereits im Dezember hatte er über seine Austro Holding 18,8 Prozent der Anteile erworben. Nun kommen weitere 40 Prozent dazu, die er vom Münchner Finanzinvestor Olcha übernommen hat. Er kommt somit auf 58,8 Prozent. Es handelt sich um Grossniggs erste Beteiligung im Lebensmittelhandel. Zu seinem Reich gehören unter anderem die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten sowie die deutsche Strumpffirma Kunert.

Weitere 18,8 Prozent an Ankerbrot hält wie bisher die Bäckerei Ölz (mehr dazu). Die Nomos Beteiligungsverwaltungs GmbH von Ex-Hofer-Chef Armin Burger kommt auf 7,4 Prozent. Die restlichen 15 Prozent gehören Peter Ostendorf. Aus Grossniggs Austro Holding wurde Bernhard Angel als Finanzchef (CFO) von Ankerbrot entsandt. Er führt das Unternehmen neben Ostendorf. Angaben zur Bilanz 2013 machte das Unternehmen nicht. Anfang Mai soll sie der Öffentlichkeit präsentiert werden. 2012 lag der Verlust bei 562.000 Euro nach einem Minus von 4,7 Mio. Euro im Jahr 2011.

Rote Zahlen

Die Familie Ostendorf hielt bis zum Vorjahr 60 Prozent der Anteile. "Meine Familie aber hat andere Interessen und darum ihre Anteile abgegeben", lautete damals Ostendorfs Begründung. Ankerbrot steckte in den vergangenen Jahren in den roten Zahlen und stutzte sein Filialnetz kräftig auf nunmehr 128 Standorte zusammen.

Die Kette wurde 1891 gegründet und zählte knapp hundert Jahre später 370 Filialen und 2500 Mitarbeiter. Mittlerweile sind es nur noch rund 1300. Die Übernahme der Konsum-Tochter Ährenstolz hatte Anker in Schieflage gebracht, 2003 kam es zum Ausgleich. Seither gehörte Ankerbrot der Familie Ostendorf.

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