Integrierter Steuertarif leicht machbar
Weniger, einfacher, leistungsgerechter und mit einer spürbaren Entlastung für die Familien." Mit diesen Worten stellte Finanzministerin Maria Fekter im Sommer ihr Konzept des integrierten
Steuertarifs vor: Einkommenssteuer und Sozialabgaben sollen zusammengefasst werden. Hans Jörg Schelling, Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungen, sieht einen integrierten Abgabentarif zumindest auf der technischen Ebene leicht machbar und kann sich vorstellen, die Lohnsteuer einzuheben. "Ich habe der Finanzministerin angeboten, dass wir die Lohnsteuer einheben. Das ist für uns ein Knopfdruck, wir haben alle Daten", sagt er in den Vorarlberger Nachrichten am Dienstag.
Finanzministerin Maria Fekter sehe das "genauso", meint er weiter. "Beim 'Wie' gibt es noch unterschiedliche Ansätze." Entscheidend aus Sicht des Hauptverbands ist naturgemäß, "dass der Sozialversicherung dieselben Mittel zur Verfügung bleiben".
Ein "riesiges Potenzial" für Verwaltungsvereinfachungen sieht Schelling bei den Betrieben: "Sie könnten die abzuliefernde Gesamtsumme auf Knopfdruck ermitteln und wären nur noch mit einer Stelle konfrontiert."
Maria Fekter hat im Sommer eine Integration von Einkommenssteuer und Sozialabgaben in den Raum gestellt, wobei das Versicherungssystem aber beizubehalten sei. Derzeit sei es nämlich so, dass es bei der Einkommenssteuer ein paar Progressionsstufen gibt, sie sich aber ab der ersten Stufe gleich mit 34 Prozent niederschlägt, argumentiert die Ressortchefin. Und bei den Sozialabgaben gebe es überhaupt eine Flatrate, alle zahlen das gleiche unabhängig vom Einkommen. Diese Abgaben sollen nach den Vorstellungen der Finanzministerin abhängig vom Einkommen zusammengeführt werden.
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