Luxus statt Leinwand: Das neue Austria Trend Hotel

Wo einst das IMAX-Kino stand, eröffnete die Nobelherberge "Park Royal Palace Vienna", die über eine Brücke mit dem benachbarten Technischen Museum verbunden ist. Eine Suite ist Primaballerina Karina Sarkissova gewidmet.

Wien hat ab sofort eine Nobelherberge mehr: Beim Technischen Museum, wo einst das IMAX-Kino stand, befindet sich nun das "Austria Trend Hotel Park Royal Palace Vienna" der Verkehrsbüro Group. Die Bauzeit betrug 18 Monate, seit Samstag ist es in Betrieb. Der Vier-Sterne-Plus-Bau an der Schlossallee umfasst 233 Zimmer und Suiten, die ab 140 Euro pro Nacht kosten. Bei der offiziellen Eröffnung am Montag weihte Staatsopernballerina und ORF-Jurorin Karina Sarkissova, die als Baupatin des Hotels fungierte, eine ihr gewidmete "Sakissova-Suite" ein. Die Freude der zierlichen Tänzerin über die ihr gewidmete Suite war groß: "Es war auf jeden Fall eine riesige Ehre. Wie ich es erfahren habe, habe ich es fast nicht geglaubt", erzählte sie im APA-Gespräch. Bei der Ausstattung der 72 Quadratmeter großen Räumlichkeit wurde auf die Ballerina Bezug genommen: So gibt es einen großen Spiegel mit Ballettstange, außerdem erinnern Bilder an sie. In einer Vitrine befinden sich Ballettschuhe, die Sarkissova beisteuerte: "Die habe ich einmal in der Staatsoper getragen, bei 'Schwanensee' glaube ich", erinnerte sie sich. Die Zimmer, darunter 21 Suiten, seien modern aber "bewusst nicht" modisch gestaltet, erklärte Generalplaner Marius Moser. Bei der Farbgestaltung setzte er auf den "warmen, durchaus sehr belebenden Ton Gold", der sich als klare Linie durch das ganze Haus zieht, sowie auf einen "beruhigenden Grauton mit leichtem Braun-Touch". Gold ist auch die Fassade: Perforierten Metallpaneelen in dieser Farbe dienen dort als Sonnenschutz. Im Hotel gibt es außerdem einen Wellness- und Fitnessbereich, eine Bar, ein Cafe ein Restaurant, einen Festsaal sowie einen 900 Quadratmeter großen Konferenzbereich. Den Gästen steht auch ein hoteleigener Park zum Flanieren zur Verfügung. Grün ist nicht nur der Ausblick, der von den oberen Stockwerken über den Auer-Welsbach-Park bis zum Schloss Schönbrunn reicht, sondern auch der Innenhof. Dieser wurde mit Pflanzen verschönert. Mit der Nachfrage ist Hoteldirektor Horst Wittrich zufrieden: Kommende Woche sei das Hotel zum ersten Mal ausgebucht. Bis Jahresende werde die Auslastung "sicher schon um die 50 Prozent liegen". Zielgruppen sind Städtetouristen und Businessgäste. In den beiden obersten Geschoßen werden zusätzlich bis Mitte Oktober zehn "Serviced Apartments" errichtet. Diese können auch längerfristig - bis zu fünf Jahre - gemietet werden. Die Kosten für die zwischen 130 und 180 Quadratmeter großen Wohnungen betragen etwa "plus, minus 20 Euro pro Quadratmeter", erklärte Frank Aigner, Geschäftsführer der "Mariahilferstraße 212 Verwertungs GmbH", eines Unternehmens der Schweighofer-Gruppe. Die Gesellschaft ist Eigentümer und Bauherr des Hotels. Die Verkehrsbüro Hotellerie GmbH fungiert als Pächter. Das Investitionsvolumen des Projektes mit insgesamt 21.000 Quadratmetern Bruttogeschoßfläche betrug rund 45 Mio. Euro. Das Hotel und das benachbarte Technische Museum wollen in Zukunft kooperieren. Als bauliche Verbindung wurde eine Brücke errichtet, die bei Events als Durchgang zwischen den beiden Häusern dienen soll. Profitieren soll das Museum von der Tiefgarage des Hotels: 40 der 162 Stellplätze werden Museumsbesuchern zu einem "Vorzugspreis" zur Verfügung gestellt, so Museumsdirektorin Gabriele Zuna-Kratky. Das neue Hotel gehört zur Premium-Edition des Betreibers Austria Trend Hotels & Resorts: "Das Hotel ist strategisch gesehen ein wesentlicher Schritt in unserer Gruppe", so Gerhard Messinger, Geschäftsführer der Verkehrsbüro Hotellerie. Bald umfasst das Portfolio der Verkehrsbüro Group in Wien 20 Hotels: Im November ist die Eröffnung des Low-Budget-Hotels "Motel One" bei der "BahnhofCity" Wien-West sowie des generalsanierten "Parkhotel Schönbrunn" in Hietzing geplant. 2012 soll außerdem das "Hotel Doppio" im Stadtentwicklungsgebiet Neu Marx das Portfolio ergänzen.
(KURIER.at, apa / sog) Erstellt am
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