Aesop-Laden in der Salzburger Getreidegasse

© Aesop

Wirtschaft Immobiz
04/19/2019

Kein Shop wie der andere: Aesop setzt auf Design

Der Kosmetikhersteller Aesop hat jeden seiner weltweit 200 Läden komplett anders gestaltet. Nun eröffnete ein Shop in Salzburg.

Bereits im 14. Jahrhundert wurde das Gritzenbergerhaus in der Salzburger Getreidegasse Nummer 6 urkundlich erwähnt. Seit Mitte April ist die lange Historie des typischen Bürgerhauses um ein Kapitel reicher: Im Erdgeschoß eröffnete ein Ableger des australischen Kosmetikherstellers Aesop. „In vielen Geschäften merken Kunden nicht, ob sie in Berlin, Tokyo oder Salzburg sind. Unser Ansatz ist komplett anders“, so Thomas Buisson, General Manager Aesop Europe.

Das 1987 in Melbourne gegründete Unternehmen betreibt weltweit rund 200 Geschäfte – pro Jahr kommen zwischen sieben und zwölf neue Läden dazu. Das, was Aesop dabei von internationalen Handelsketten unterscheidet ist, dass jeder einzelne Shop eine eigene Architektur hat und mit dem lokalen Design-Vokabular gearbeitet wird. „Jeder Laden soll in die Umgebung passen. Unsere Geschäftsflächen sollen Kreativität widerspiegeln“, sagt Aesop-Manager Thomas Buisson.

Für die Getreidegasse beauftragte die australische Kosmetikfirma die beiden Architektur-Newcomern Jakob Sprenger und Götz Eßlinger. Die beiden ließen sich für das Shopdesign von der opulenten Salzburger Barockarchitektur inspirieren. Am Eingang begrüßen zwei Kunstwerke, die am hiesigen Antiquitätenmarkt entdeckt wurden. Sie zeigen zwei Tänzer aus getrockneten Blumen und Blättern – eine Hommage an Musik, Tanz und die Festspielstadt.

Zentral in jedem Aesop-Shop ist ein großes Waschbecken, wo die Hände der Kunden gereinigt und mit den im Geschäft erhältlichen Produkten für Haut und Haar versorgt werden. In der Salzburger Getreidegasse planten die Architekten deshalb ein vier Meter langes Waschbecken aus Nagelfluhgestein – auch das schafft eine Verbindung zur geologischen Beschaffenheit und den vielen Brunnen Salzburgs.

Schon bei der Eröffnung des ersten Aesop-Shops in Melbournes Vorort St. Kilda 2004 sollte ein Meilenstein für die weitere Entwicklung des Unternehmens hinsichtlich einer eigenen Architektur-Sprache gesetzt werden: Das Geschäft entstand an einer engen Rampe, die zu einer Tiefgarage führte. „In den Aesop-Geschäften sollen alle Sinne angesprochen werden. Die Architektur bildet dafür den passenden Rahmen“, erklärt Thomas Buisson.

Mit der Expansion von Aesop – 2006 eröffnete der erste europäische Shop in Paris – entstand über die Jahre eine unglaubliche Vielfalt an verschiedenen Shops: von kühlen, nordisch inspirierten Designs wie in Oslo bis zu einer Architektur, die an James-Bond-Filme erinnern soll wie jener im Londoner Stadtteil Chelsea. Am Wiener Bauernmarkt, wo Aesop 2017 erstmals in Österreich Fuß fasste, diente die Architekturikone Adolf Loos als Inspiration.

Ganz im Gegensatz dazu der Laden in Berlin-Mitte: In einem ehemaligen Milchgeschäft in der Alten Schönhauser Straße situiert, ist er mit handgefertigten rohen Fliesen aus Beton ausgestattet. Diese leuchten in einer Farbpalette, die an Seegras erinnert. Die Idee: Da in Berlin die Hälfte des Jahres der Himmel grau ist, soll das Geschäft wie eine Waldlichtung sein.

Für das Shopdesign arbeitet Aesop entweder mit externen, lokalen Architekturbüros und Innendesignern oder mit seinem internen Designteam. Für Menschen, die nicht nur an den Kosmetikprodukten, sondern auch an der Architektursprache des Unternehmens interessiert sind, hat Aesop auf seiner Homepage eine visuelle Sammlung der Shops mit allen Designs, Materialien und Ausstattungsstücken geschaffen.

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