Das bringt die Zukunft: Neue Wohnprojekte

Auch in den kommenden Jahren wird in Wien wieder kräftig gebaut. KURIER präsentiert die wichtigsten Projekte der Zukunft im Überblick.

Projekt der Superlative: Die "Seestadt Aspern"
Ohne Zweifel eine Stadt in der Stadt, eines der größten Entwicklungsgebiete Europas. Mit 8500 Wohnungen und 20.000 Bewohnern auf einer Fläche von rund 240 Hektar. Geschaffen werden sollen zudem 15.000 Büro- und Dienstleistungsarbeitsplätze sowie 5000 in Produktions- und Gewerbebetrieben praktisch vor der Haustür.

Doch genug der Zahlen: Wohnbaustadtrat Michael Ludwig betont die umweltfreundliche Bauweise, haben in der Seestadt doch Fast-Null-Energiehäuser absoluten Vorrang: "Sozial nachhaltig, mit neuen ökologischen Maßstäben", so Ludwig. Zum Gesamtkonzept zählen auch neue Mobilitätskriterien, etwa Car-Sharing und Ladeanschlüsse für Elektroautos sowie optimale Öffi-Anbindung durch die U2, die in Aspern zwei neue Stationen erhält.

Fünf Schlagworte sind für die Seestadt Schwerpunkte und Vorgaben zugleich: "klimaneutrale Stadt", "leistbares Wohnen" (mit Superförderung), "soziale Nachhaltigkeit" (etwa was Sicherheit und das Zusammenleben von Generationen anbelangt), "funktionale Durchmischung"(unter anderem durch Geschäfte und Lokale) sowie ein "Wettbewerb der Technologien und Materialien – architektonische Vielfalt". Letzteres soll heißen, dass zum Beispiel mit unterschiedlichen Baustoffen von Ziegel bis Holz gebaut wird. Besonders ins Auge fallen sollen "Curtain Walls", also Vorhangfassaden, die nur ihr Eigengewicht und keine andere statischen Lasten zu tragen haben.

www.aspern-seestadt.at Wohnvergnügen mitten im Zehnten
Es tut sich was in Favoriten. An der Kreuzung Fernkorngasse 25/ Quellenstraße 132 werden vom Bauträger WBV-GÖD 39 geförderte Mietwohnungen errichtet. Die Anlage in der Nähe des Alois-Greb-Parks besteht aus fünf Obergeschoßen und einem Dachgeschoß. Moderne Grundrissvarianten und private Erholungszonen sorgen für hohe Wohnqualität. Im Erdgeschoß sind Geschäfte untergebracht. Die zwischen 57 und 94 m² großen Wohnungen werden durch private Loggien, Terrassen und Gärten erweitert. Im begrünten Innenhof laden gemütliche Sitzgelegenheiten zum Entspannen ein. Kinder können sich am Spielplatz austoben.
Die Einkaufsmöglichkeiten – etwa in der Favoritenstraße – lassen keine Wünsche offen. Es stehen mehrere Schulen und Kindergärten zur Auswahl. Die Naherholungsgebiete Wienerberg und Laaerberg laden zu Freizeitaktivitäten ein. Die Straßenbahnlinie 6 und der Autobus 14 A ermöglichen die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Wohnungen werden bereits vergeben. Die Eigenmittel betragen etwa 295 €/m². Die monatliche Belastung beginnt bei 7,24 €/m². Ein Garagenplatz kostet 66,72 €. Der Eigenmittelanteil für die Garage liegt bei 1726,56 €.

www.wbvgoed.at Wohn–Zuckerl für alle Bedürfnisse
Einst wurden in der Heller-Fabrik in Favoriten Süßigkeiten hergestellt. Nun ist der denkmalgeschütze Backstein-Bau Teil einer neuen Wohnhausanlage der BUWOG mit insgesamt 239 geförderten Wohnungen. Vier Architektenteams sind an der Umsetzung des Projektes zwischen Davidgasse 79–81, Inzersdorfer Straße 80–82 und Gußriegelstraße 15–17 beteiligt.

In fünf individuell gestalteten Wohntrakten gibt es Wohnformen und Wohnungsgrößen für alle Bedürfnisse. Der Wohntrakt C wird als Passivhaus ausgeführt. Teil der Anlage sind großzügige Grün- und Erholungsflächen sowie ein Wohn- und Pflegehaus für Senioren. Auch ein zweigeschoßiger Indoor-Kinderspielraum gehört dazu.
Für die 74 geförderten Mietwohnungen im Bauteil C betragen die Eigenmittel durchschnittlich 498 €/m². Die monatliche Belastung wird etwa 6,99 €/m² ausmachen. Für die 16 geförderten Mietwohnungen mit Superförderung auf Bauplatz E fallen Eigenmittel von 57,41 €/m² an. Die monatlichen Kosten beginnen bei 9,63 €/m². Die Eigenmittel für die insgesamt 149 geförderten Eigentumswohnungen liegen zwischen 1876 €/m² und 1910m². Die monatlichen Kosten beginnen bei 2,53 €/m². Für den Garagenplatz ist ein Kaufpreis von etwa 10.000 € vorgesehen. Bei Anmietung fallen 79 € im Monat an. Die Wohnungen werden bereits vergeben.

www.buwog.at Interkulturelles Wohnen im 2./ Nordbahnhof
Auf einem der größten und bedeutungsvollsten Entwicklungsgebiete Wiens – dem Nordbahnhofgelände in der Leopoldstadt – entstehen in der 2. Bauphase bis 2013 auf sechs Bauplätzen 549 geförderte Mietwohnungen, 285 davon mit "Superförderung", 100 Heimplätze und Geschäftsflächen. Leitidee: "interkulturellen Wohnen". Das Miteinander "echter" und "neuer" Wiener soll innovativ, baulich wie sozialorganisatorisch gefördert werden. Als Bauträger fungieren Bank-Austria-Real-Invest, Migra, Schwarzatal, Neues Leben, Urbanbau und Neue Heimat. Eurogate: Größte Passivhaussiedlung
Eurogate – hinter diesem Namen steht die größte Passivhaussiedlung Europas. In der ersten Bauphase (bis Ende 2012) werden mehr als 700, letztendlich rund 1800 neue Wohneinheiten errichtet. Zur Wahl stehen geförderte Miet- und Eigentumswohnungen.

Zu neuem Leben erweckt wird der ehemalige Bahnhof Aspang im Bezirk Landstraße auf der Basis eines Masterplans von Sir Norman Foster und nach städtebaulichen Plänen von Architekt Albert Wimmer. Für die Umsetzung zeichnen Heimbau, ÖSW, Sozialbau, BAI und Arwag verantwortlich. Sie garantieren, dass "Eurogate" ein Vorzeigeprojekt in Sachen Energiesparen sein wird – was der Umwelt und der Geldbörse gut tut.

Die auf mehrere Bauplätze verteilte Siedlung bietet darüber hinaus jeden nur erdenklichen Komfort. Dass sie auch gut erreichbar ist und die Infrastruktur "passt", ergibt sich schon aus der zentralen Lage. Und nicht zuletzt sollen hier etwa 8000 Arbeitsplätze entstehen. Mautner-Markhof-Gründe: Interkulturell auch im 11.
Interkulturelles Wohnen und soziale Infrastruktur stehen auch auf den Mautner-Markhof-Gründen im Vordergrund. Hier sollen bis 2013 insgesamt 580 geförderte Mietwohnungen errichtet werden. Aus dem Büro von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig heißt es, dass die Anlage auch mit ihrem Parkcharakter und den ins Projekt einbezogenen, denkmalgeschützten Gebäudeteilen der ehemaligen Mautner-Markhof-Produktionsstätte punkten wird.
Ein zentraler Platz soll die Kommunikation fördern, ebenso wie Service-Stellen. Neu Stadlau: Wohn-Traum in der Oase
Hand aufs Herz: Wer möchte nicht in einer echten Oase am Rand der Großstadt wohnen? Im Donaustädter Bezirksteil Neu Stadlau kann dieser Traum Wirklichkeit werden. Denn die Bauträger ÖSW, BUWOG, GESIBA und ÖSG errichten dort auf einem Teil des 14 Hektar großen, ehemaligen Waagner-Biro-Betriebsgeländes 345 geförderte Mietwohnungen.
Das Oase-Projekt geht auf die Initiative "Europan 9" zurück, einem europaweiten Wettbewerb für Jungarchitekten, der unter dem Motto "Europäische Urbanität - Nachhaltige Stadt und öffentliche Räume" stand. Als Sieger ging das Architektenteam "studio uek" hervor. Der Stadtteil Neu-Stadlau kann nicht nur mit viel Grünraum punkten, auch die Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen. Geboten werden Geschoßwohnungen, Lofts sowie zweistöckige, reihenhausähnliche Maisonetten von 41 bis 130 m². Floridsdorf: Eine Wohlfühl-Oase für Familien
Bei der Wohnhausanlage Heinrich-von-Buol-Gasse 14 / Leopoldauer Straße 151B wurde vor allem auf familienfreundliche Gestaltung Wert gelegt. Neben kindergerechten Freiräumen und großzügigen Spielbereichen wurden auch Gemeinschaftsräume eingeplant. Es werden Wohnungen zwischen 50 und 130 m² angeboten, die mit Loggien, Dachterrassen oder Mietergärten ausgestattet sind. Die Vergabe ist bereits angelaufen.

Es gibt ein breites Angebot an Kindergärten und Schulen in der Umgebung. Die Autobuslinien 28A und 29A garantieren einen raschen Transport zum Verkehrsknoten Floridsdorf (U6, S-Bahn, Linien 30 und 31) und von dort weiter ins Zentrum.
Für die 96 geförderten Mietwohnungen des Bauträgers EGW Heimstätte werden die Eigenmittel rund 488 €/m² ausmachen. Die monatlichen Kosten liegen bei 7,42 €/m². Für einen Garagenplatz betragen die Eigenmittel etwa 1.497 €/m² und die monatlichen Kosten knapp über 60 €.
Für die 54 geförderten Eigentumswohnungen des Bauträgers Wiener Heim (Mischek) sind Eigenmittel von durchschnittlich 1831 €/m² nötig. Die monatliche Belastung beginnt bei 2,5 €/m² Der Kaufpreis für einen Garagenplatz macht etwa 11.482 € aus. Dazu kommen monatlich 25,5 €.

www.egw-wien.at
www.mischek.at Donaustadt – Individuelles Wohnen und viel Erholungsraum
Auch wenn man in der Donaustadt wohnt, heißt das noch lange nicht, dass es lange dauert, bis man im Zentrum ist. Von der Wohnhausanlage Hausfeldstraße 7 sind es nur wenige Gehminuten bis zur U2-Station Aspernstraße, die für eine rasche und bequeme Anbindung an die City sorgt. Als Naherholungsgebiete locken Donauinsel und Lobau.
Die 79 geförderten Mietwohnungen zwischen 66 und 108 m² sind um einen Innenhof angeordnet, der als Erholungsraum genutzt werden kann. Es gibt dort Spielflächen. Die Vergabe der Wohnungen mit Loggien, Dachterrassen oder Eigengärten hat begonnen.

Neben Lebensmittelgeschäften in der Umgebung lockt der Gewerbepark Stadlau zum Einkaufen. Eltern können zwischen mehreren Schulen für ihre Kinder wählen. Die medizinische Versorgung ist gut (Donauspital SMZ Ost). Für die 79 geförderten Mietwohnungen des Bauträgers WOHNUNGSEIGENTUM betragen die Eigenmittel etwa 239 €/m², die monatliche Belastung beginnt bei 8,28 €/m². Ein Garagenplatz ist ab 75 € im Monat zu haben.
(kurier / Peter Grolig) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?