Abenteuer Hausbau: Der Wohntraum wird wahr

Erster Überblick für Bauherren: IMMO informiert über die Planung des Hauses, die Auswahl des Architekten und die Vermeidung von Bauschäden.

Wie bauen die Österreicher? Das Linzer market-Institut hat im Auftrag von Wienerberger und Baumeisterhaus 1000 Häuslbauer befragt. Das Ergebnis: Ein Großteil setzt auf Massivbauweise, ein Drittel entscheidet sich für ein Fertigbauhaus. Ein Viertel der Befragten überlässt die gesamte Durchführung dem Profi und übernimmt das schlüsselfertige Haus. Rund 40 Prozent lassen den Rohbau aufstellen und nehmen nur den Innenausbau selbst in Angriff und nur ein Drittel baut überwiegend in Eigenregie. "Das Selbermachen wird immer weniger", bestätigt auch der Wiener Architekt Heinrich Schuller von ATOS Architekten. "Einerseits hat kaum jemand dafür Zeit und andererseits ist das Bauen durch neue Technologien und die Vielfalt an Möglichkeiten viel komplizierter geworden." Ein solches Vorgespräch kostet in der Regel nichts – um unerfreuliche Überraschungen zu vermeiden, sollte man aber bei der Terminvereinbarung nachfragen. Durchschnittlich 4000 Euro verlangen Architekten für einen Vorentwurf. Dafür bekommt man die ersten Pläne und meistens auch ein dreidimensionales Rendering, damit man sich besser vorstellen kann, wie das Haus aussehen wird. Spätestens bei der Bauabnahme sollte also ein Sachverständiger dabei sein. Eine Liste von Experten gibt es beim Österreichischen Sachverständigen-Verband. Auch die Mitarbeiter der TÜV Austria Consult erstellen Gutachten. Hier kostet die Endprüfung eines klassischen Einfamilienhauses (bis 150 m²) 1374 Euro. Wer ganz sicher gehen will, kann auch eine umfassende Bauüberwachung mit Unterlagen- und Zwischenprüfungen machen lassen. "Für den Bauherrn ist eine begleitende Kontrolle wie eine Versicherung. Viele werden sie gar nicht brauchen. Aber wenn es Probleme gibt, ist sie enorm wichtig", sagt Baum. "Man hat ja auch eine Unfallversicherung und hofft trotzdem, dass einem nichts passiert und man sie nie braucht." Der Bauherr kann den Gesamtbetrag zum Beispiel auf ein Treuhandkonto beim Notar einzahlen. Dieser zahlt dann die Teilbeträge entsprechend dem Baufortschritt aus. Diese Variante hat auch einen Vorteil für den Bauunternehmer: Er kann sicher sein, dass er tatsächlich zu seinem Geld kommt. Es soll schließlich auch schon Bauherrn gegeben haben, die sich am Ende finanziell übernommen haben. Buchtipp

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(KURIER) Erstellt am
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