Im Lungau wird wieder nach Gold gegraben

Seit August werden in Muhr Probebohrungen durchgeführt. Der steigende Goldpreise macht den Abbau in den Alpen wieder interessant.

Der hohe Goldpreis macht die Suche nach dem Edelmetall in den österreichischen Alpen wieder interessant. Im Salzburger Lungau führt die Firma Noricum Gold AT vorerst noch bis Oktober 2011 Probebohrungen durch. Ist das Ergebnis vielversprechend, dann wird über die Fortführung der Exploration in der alten Arsenlagerstätte Rotgülden bei Muhr ernsthaft nachgedacht. "Der Motor, der hinter den Probebohrungen steht, ist der Goldpreis", sagt der Projektleiter, Universitätsprofessor Werner Paar (li.). An die 1900 Dollar kostet momentan eine Unze Gold (31,1 Gramm). Nach Meinung von Anlegerexperten könnte der Preis in nächster Zukunft sogar auf über 2000 Dollar je Feinunze steigen. Das Goldvorkommen in den Alpen ist zwar nicht mit jenen in Kanada oder Südafrika vergleichbar, doch das Potenzial könnte durchaus lukrativ sein... Schimmernde Erzeinschlüsse in den Bohrkernen: Bereits seit August wird in Muhr nach Gold "gegraben". In jedem der sechs Bohrlöcher wird bis maximal 300 Meter tief gebohrt. Die Hoffnung besteht, dass in Rotgülden, wo früher nur Arsen (bis 1921, Anm.) abgebaut wurde, sechs bis sieben Gramm Gold pro Tonne Erz erbohrt werden könnten. "Das ist ein Parameter. Wir haben schon etwas gefunden, wir wissen aber noch nicht über den Metallgehalt Bescheid. Wir wünschen uns eine Million Unzen", erklärt Paar. "Wenn wir das nachweisen, müsste man zunächst mit der Gemeinde Muhr reden, ob ein derartiges Bergbauprojekt auch im Interesse der Gemeinde sein könnte, und welche Bedingungen daran geknüpft werden könnten.", so Paar. Verlaufen die diesjährigen Bohrungen zufriedenstellend, soll das Bohrprogramm im nächsten Jahr fortgesetzt werden.

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(apa / dk) Erstellt am
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