Der angeklagte ehemalige Hypo-Manager Siegfried Grigg

© APA/GERT EGGENBERGER

Hypo-Vorzugsaktien
11/27/2013

Kurzzeit-Chef Grigg über „brisante“ Interventionen

Die gegenseitigen Beschuldigungen der Angeklagten gingen auch am dritten Tag des Hypo-Prozesses weiter.

Eigentlich hätte Wolfgang Kulterer am Mittwoch auf der Anklagebank sitzen sollen. Doch der Ex-Boss der Hypo Alpe-Adria- Bank, der am Vortag einen Schwächeanfall erlitten hatte, saß beim Arzt.

Dafür hatte der Drittangeklagte Siegfried Grigg (57) umso mehr zu sagen. Der Ex-GraWe-Vorstand, seit 2000 im Hypo-Aufsichtsrat, von 1. Oktober 2006 bis 31. Mai 2007 Vorstandschef, wurde vom geständigen Josef Kircher beschuldigt, über das Problem des Rückgaberechts (Put-Option) bei den Vorzugsaktien bei den Eigenmitteln gewusst zu haben. Grigg gab nun an, erst am 24. Juni 2010 (!) davon Kenntnis erlangt zu haben. Er zitierte ein „brisantes Gespräch“ mit Kircher. Dieser habe gebeten, GraWe-Chef Othmar Ederer solle beim damaligen Finanzminister Josef Pröll intervenieren, damit die Causa nicht weiter verfolgt werde. „Zwei Tage später hat der damalige Hypo-Chef Tilo Berlin in derselben Sache um Intervention gebeten.“

Grigg, der sich „nicht schuldig“ bekannte, belastete Kircher und den damaligen Hypo-Anwalt Alexander Klaus massiv. „Mir ist vieles verschwiegen worden, dafür wurden mir Unterlagen untergeschoben“, sagte er.

Auch der Viertangeklagte Tilo Berlin bekannte sich „nicht schuldig“. Fortsetzung am 11. Dezember.

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