Hundstorfer: "Jugendcoaching soll Lehrer unterstützen"
KURIER: Was genau ist das Ziel von Jugendcoaching?
Rudolf Hundstorfer: Es muss uns gelingen, so viele Jugendliche wie möglich in eine weitere Berufsausbildung zu bringen. Dabei müssen wir viel früher ansetzen als jetzt und Jugendliche, die es nötig haben, intensiver betreuen.
Auch die Klassenlehrer werden erstmals eingebunden, warum?
Die Lehrer sind die Ersten, die wissen was los ist. Schon jetzt bemühen sich viele Lehrer schon in Eigeninitiative um die berufliche Zukunft ihrer Schüler. Durch das Jugendcoaching erhalten sie jetzt professionelle Unterstützung von außen. Auch das Elternhaus wird eingebunden.
Wie reagieren die Schulen auf das Jugendcoaching?
Das Programm ist mit dem Unterrichtsministerium abgesprochen. Wir starten mit Wien und der Steiermark und gehen davon aus, dass Schritt für Schritt auch andere Bundesländer dazukommen. Bei den Hauptschulen sehe ich überhaupt keine Probleme, schwieriger wird es bei den Gymnasien.
Was ist mit den Schulabbrechern, die gar nicht mehr in die Schule gehen?
Die melden sich irgendwann beim AMS und dann haben wir sie. Natürlich steht das Jugendcoaching aber auch Schulabbrechern zur Verfügung.
Das AMS muss sparen. Was kostet das Jugendcoaching und wie wird es finanziert?
Dafür haben wir im AMS-Budget vorgesorgt. Im Übrigen gilt: Je früher die jungen Leute auf den richtigen Weg finden, desto mehr erspare ich mir später an teuren Integrationsmaßnahmen wie überbetriebliche Ausbildungszentren.
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