© Jerzy Nowak

Wirtschaft
01/25/2019

Hubert Palfinger will weltweiten Schiffsservicemarkt beherrschen

Palfinger gründet Joint Venture mit chinesischer IMC-YY. Roboter sollen Wartung schneller und effizienter machen.

Ähnlich wie in der Luftfahrt für Flugzeuge gilt auch in der Seefahrt für die Wartung, Instandhaltung und Servicierung von Tankern und Containerschiffen die Faustregel "Zeit ist Geld". Die Salzburger Hubert Palfinger Technologies (HPT) will nun über ein Joint Venture mit einer chinesischen Firma dank einer Hightech-Innovation den Schiffsservice-Weltmarkt erobern und beherrschen.

Die HPT ist das "Baby" von Hubert Palfinger senior, Mehrheitseigentümer des Kranherstellers Palfinger AG - mit dem HPT rechtlich nichts zu tun hat. Palfinger senior hat das Forschungsprojekt, in der Schiffswartung bessere Ergebnisse zu erzielen und diese effizienter durchzuführen, schon vor 18 Jahren gestartet.

Teures Baby

"Ich habe in die Forschungs- und Entwicklungskosten insgesamt 350 Millionen Euro investiert. Ein teures Baby", sagt Palfinger. Das nun laut Palfinger erreichte Ziel war es, "die Sanierungs- und Reparaturtechnologie bei Schiffen aus der Steinzeit zu holen".

Die HPT ist mit ihren 75 Mitarbeitern unter anderem auf die Reparatur und Wartung von Schiffen spezialisiert. Über das neue Joint Venture mit der chinesischen Schiffsreparaturfirma IMC-YY mit Sitz in Zhoushan nahe dem Shanghai Yanshan Seehafen wolle er eine weltweit marktbeherrschende Stellung bei der Wartung von Hochseeschiffen erreichen, sagt Palfinger.

Treibstoffersparnis

Eine Annäherung der beiden Unternehmen gibt es seit drei Jahren. Die Neo-Partner haben jetzt die Firma HPT-Inmarine Tech Development Co. Ltd. gegründet und bringen gemeinsam eine marktreife und ihren Worten zufolge konkurrenzlose Technologie und neue Praxis bei der Instandhaltung an die Docks.

Ein riesiger, 40 Meter hoher und 70 Tonnen schwerer CNC-gesteuerter Roboter bearbeitet automatisiert je nach Auftrag entweder Außenhaut oder Innentank von Hochseeschiffen aller Art. Der Clou ist, dass die Arbeit nicht nur mit weniger Personal erledigt wird und effizienter von statten geht, sondern vor allem dass die Bearbeitung der Außenhaut deutliche Treibstoffersparnisse mit sich bringt.

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