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Ein bis zwei Cent je Liter
03/16/2014

Heimische Tankstellen kämpfen ums Überleben

Innerhalb von vier Jahren haben 300 Tankstellen zugesperrt. Die Erlöse aus dem Kerngeschäft reichen oft nicht.

In den vergangenen vier Jahren haben 300 Tankstellen zugesperrt. Übrig geblieben seien 2.500, davon seien mittlerweile 550 Automatentankstellen. Komme es zu keiner Änderung der Gewerbeordnung für die Tankstellenshops, würde sich dieser Trend fortsetzen, denn die Erlöse aus dem Kerngeschäft würden nicht mehr fürs Überleben reichen, warnt Werner Sackl, Obmann des Fachverbandes Tankstellen in der WKÖ.

"Die Betriebe verdienen nichts mehr. Ihnen bleiben ein bis zwei Cent je Liter", rechnet er vor. Innerhalb Europas würden die Margen in Österreich an viertletzter Stelle liegen. Schon in einigen Jahren könnte mehr als jede dritte Tankstelle voll automatisiert sein - mit allen Nachteilen für die Verkehrssicherheit. Denn diese Stationen hätten keine Reifenfüllanlage und kein Scheibenwasser.

"Wir nagen am Hungertuch"

"Wir nagen am Hungertuch", assistiert Obmann Klaus Brunnbauer vom Tankstellenverband der Wirtschaftskammer Wien. Selbst die Mineralölkonzerne würden ihre Gewinne nicht im Verkauf, sondern in der Ölförderung machen. Dazu käme die Arbeitsbelastung durch die Spritpreisverordnung, die einen erheblichen administrativen Aufwand verursache.

Und als Krönung müsse man sich noch mit einer Gewerbeordnung aus den 1970er-Jahren herumschlagen, wird kritisiert. Seitdem habe sich aber das Konsumverhalten erheblich verändert, viele Artikel habe es damals gar nicht gegeben. Schließlich sei man inzwischen in vielen ländlichen Regionen der einzige Nahversorger. "Wenn wir schon beim Sprit nichts verdienen dürfen, wollen wir wenigstens eine Gewerbeordnung auf dem Stand des Jahres 2014", so Sackl.

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