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Wirtschaft
08/04/2012

"Heil Angela": Berlusconi-Blatt diffamiert Merkel

Die italienische Zeitung "Il Giornale" sieht in Draghis Euro-Rettungsplänen ein Diktat von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Viertes Reich" - in einer für die italienische Zeitung Il Giornale typischen Art hat das Blatt aus dem Medienimperium von Silvio Berlusconi die Äußerungen von EZB-Chef Mario Draghi zur Rettung des Euro kommentiert. "Heil Angela", heißt es auf der Titelseite unter einem Foto. Es zeigt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie sie die rechte Hand hebt.

"Das Nein Merkels und Deutschlands lässt uns und Europa in die Knie gehen", so Il Giornale. Und der Leitartikel meint: "Gewonnen hat Deutschland, verloren haben Italien, Europa, der Euro." Italien liege nicht mehr in Europa, sondern im Vierten Reich. Draghi habe sich Merkels Willen beugen müssen, gehöre somit zu den Verlierern.

Italien - und auch Spanien - leiden leiden akut darunter, dass beide Staaten für ihre Anleihen sehr hohe Zinsen zahlen müssen. Madrid und Rom hatten gehofft, dass die EZB massiv spanische und italienische Staatsanleihen kaufen und damit das Zinsniveau senken würde. Draghi hatte diese Erwartungen am Donnerstag jedoch enttäuscht und angekündigt, dass ein Hilfegesuch der betreffenden Länder an den EU-Rettungsfonds eine Vorbedingung für eine Intervention der EZB sei.

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