© KURIER/Reinhard Vogel

2014
01/22/2015

Gute Wasserführung ließ Verbund-Gewinn sprudeln

Konzernergebnis ist mit 125 Millionen Euro weit höher als Prognose.

Eine gute und deutlich über dem langjährigen Schnitt liegende Wasserführung im Schlussquartal hat die Gewinne des Verbund-Stromkonzerns 2014 stärker als erwartet sprudeln lassen. Das unbereinigte Konzernergebnis wird nun bei 125 Mio. Euro erwartet statt bisher 85 Mio. Euro, bereinigt wird es jetzt auf rund 210 (bisher 190) Mio. Euro geschätzt, teilte der Verbund am Donnerstag mit.

Aktie dreht ins Plus

Die Aktien des Verbund haben am Donnerstag im Mittagshandel an der Wiener Börse ins Plus gedreht, nachdem der Versorger seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2014 angehoben hatte. Zuletzt standen sie mit einem Plus von 1,49 Prozent bei 15,99 Euro. Im Frühhandel hatten die Papiere noch im Minus notiert.

Für das operative EBITDA wurde der Ergebnis-Ausblick für das abgelaufene Jahr von bisher 770 Mio. auf nunmehr rund 800 Mio. Euro angehoben. Neben der unerwartet starken Wasserführung wirkte sich im 4. Quartal auch ein marktbedingt über Plan liegender Einsatz der Speicherkraftwerke aus; der positive Effekt betrage im EBITDA rund 45 Mio. Euro und im Konzernergebnis rund 25 Mio. Euro.

Wertaufholungen bei Kraftwerken

Zudem hätten im Kraftwerksbereich aktualisierte Werthaltigkeitsprüfungen insgesamt eine Wertaufholung ergeben, wobei Effekte im thermischen Bereich aber zusätzlich negativ gewirkt hätten. Dadurch habe sich das EBITDA insgesamt um rund 25 Mio. Euro verschlechtert, das Konzernergebnis jedoch um rund 10 Mio. Euro verbessert, erklärte der führende heimische Stromerzeuger in einer Ad-hoc-Aussendung.

Sparprogramm

Höher als geplante positive Ergebniseffekte habe das Kosteneinsparungsprogramm gebracht, wodurch sich das Konzernergebnis gegenüber der letzten Guidance um rund 5 Mio. Euro verbessert habe. "Die ursprünglich bis 2015 geplanten Kosteneinsparungen von 130 Mio. Euro werden damit jedenfalls übertroffen", so der Verbund, der sein Jahres-Ergebnis am 11. März vorlegen will.

Wie im November bekannt wurde, müssen beim Verbund bis 2020 weitere 250 Beschäftigte gehen - mehr dazu hier.

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