Wirtschaft
12/05/2011

Griechlands Sparprogramm

Neue Immo-Steuer gegen die Pleite: "Die Lage ist kritisch"

G riechenland versucht derzeit mit allen Mitteln, eine drohende Staatspleite noch abzuwenden. Am Samstag schockte die Regierung mit der Prognose, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um mehr als fünf Prozent schrumpfen dürfte. Bisher ging man von 3,8 Prozent aus. Am Sonntag gab Finanzminister Evangelos Venizelos überraschend die Einführung einer eigenen Immobiliensteuer bekannt, um rasch an mehr Geld zu kommen. Nach der neuen Steuer müssen die Griechen pro Quadratmeter Wohnfläche von 0,50 Euro in ärmeren Wohngebieten bis zu zehn Euro in vornehmen Stadtvierteln bezahlen.

Im Durchschnitt seien vier Euro pro Quadratmeter fällig, was in Summe rund zwei Milliarden Euro in die Staatskassen spülen dürfte. Ferner kündigte Venizelos an, dass jeder gewählte Volksvertreter, vom Präsidenten bis zum Bürgermeister, künftig ein Monatsgehalt weniger ausbezahlt bekommt. "Die Lage ist kritisch", sagte Venizelos und gab Verspätungen bei den Sparmaßnahmen zu. Aber: "Wir werden alles Versprochene einhalten." Die zur Rettung Athens nötige nächste Tranche aus dem Euro-Rettungspaket hängt bekanntlich davon ab, dass die Griechen die ihnen gestellten Sparziele erfüllen.

In Thessaloniki protestierten am Wochenende erneut Tausende Griechen gegen den Sparkurs. Es kam auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.

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