Goldpreis gibt nach, Abkühlung absehbar

Das Ausbleiben neuer Hiobsbotschaften in der Euro-Krise bremst die "Angstwährung". Diese Woche verlor Gold massiv an Wert.
Goldpreis gibt nach, Abkühlung absehbar

Eine kräftige Kurserholung an den Aktienmärkten hat den Goldpreis am Freitag auf den tiefsten Stand seit drei Wochen fallen lassen. Im frühen Handel kostete eine Feinunze (31,1 Gramm) 1768 US-Dollar (1282 Euro). Das sind rund 20 Dollar weniger als am Vortag; einer der größten Wochenverluste seit März 2009 zeichnet sich ab.

In der vergangenen Woche hatte die Sorge vor einer Eskalation der Schuldenkrise die Investoren noch massiv zu Gold greifen lassen, der Preis für die Feinunze erreichte zeitweise ein Rekordhoch von 1920 Dollar.

Seit Montag sorgt eine leichte Entspannung in der europäischen Schuldenkrise für eine Erholung an den Aktienmärkten. Die Anleger agieren wieder risikofreudiger und schichten ihr Geld von Gold in Aktien um.

Zur Beruhigung der Finanzmärkte hat außerdem die gemeinsame Aktion der führenden Notenbanken zur ausreichenden Versorgung der europäischen Geldhäuser mit US-Dollar beigetragen.

Dem Goldpreis werde wahrscheinlich auch zusetzen, dass von der US-Notenbank Fed kurzfristig keine Lockerung der Geldpolitik zu erwarten sei, sagte ein Analyst. Eine Spanne zwischen 1700 und 1750 Dollar pro Feinunze scheine mittelfristig wahrscheinlich.

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