Ein Airbus A319 der Lufthansa-Tochter Germanwings bei Sonnenaufgang auf dem Flughafen in Stuttgart.

© APA/dpa

Wirtschaft
04/03/2020

Gewerkschaft kritisiert Lufthansa wegen Kurzarbeit bei Germanwings

Pilotengewerkschaft Cockpit wirft Vorstand vor, fertig ausgehandelten Vertrag nicht unterschreiben zu wollen.

Die Pilotengewerkschaft Cockpit wirft dem Vorstand der AUA-Mutter Lufthansa vor, den fertig ausgehandelten Vertrag zur Kurzarbeit bei der Tochter Germanwings nicht unterschreiben zu wollen. Dabei hätten sich in tagelangen Sitzungen Cockpit und die Geschäftsleitung der Germanwings auf einen Tarifvertrag zur Kurzarbeit geeinigt, teilte die Gewerkschaft am Donnerstagabend mit.

Die Argumentation des Konzernvorstands, die wirtschaftliche Situation der Germanwings gebe das Ergebnis nicht her, sei unglaubwürdig. Vom Lufthansa-Vorstand lag zunächst keine Stellungnahme zu dem Streit vor.

"Wir halten es für eine unverantwortliche Schädigung des Unternehmens, in der derzeitigen Lage eine Kostensenkung von knapp 50 Prozent der Lohnkosten der Piloten an Kurzarbeitsgeldern auszuschlagen", erklärte Cockpit-Chef Markus Wahl. Er fordere den Konzern auf, den Tarifvertrag Kurzarbeit bei Germanwings zu unterschreiben. Germanwings hat rund 1.400 Mitarbeiter, darunter 500 Piloten, die mit 30 Flugzeugen für die Lufthansa-Tochter Eurowings fliegen.

Lufthansa kämpft wie die gesamte Branche mit der Coronavirus-Pandemie und hat einen großen Teil seiner Flugzeugflotte stillgelegt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte erklärt, die Airline-Gruppe werde durch die Coronakrise schrumpfen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.