Bene in der Wiener Innenstadt

© APA/ROLAND SCHLAGER

Büromöbel
07/23/2015

Fortbestand von Bene hängt von Restrukturierung ab

Nettoverlust von 28,6 auf 13,4 Millionen Euro halbiert. Wirtschaftsprüfer: Maßnahmen dringend erdorderlich.

Nach den Umwälzungen beim Büromöbelhersteller Bene samt Eigentümerwechsel im Juni hat das Unternehmen am Donnerstag mit Verzögerung die Bilanz für das Geschäftsjahr 2014/15 veröffentlicht.

Demnach halbierte sich der Nettoverlust von 28,6 auf 13,4 Mio. Euro. Der Umsatz ging um 2,5 Prozent auf 158,9 Mio. Euro zurück. Die Eigenkapitallage war noch schlechter als im Jahr davor. Der operative Turnaround wird für das Geschäftsjahr 2016/17 erwartet. Das bereits laufende Geschäftsjahr 2015/16 werde noch durch Restrukturierungsmaßnahmen belastet sein. Für das Geschäftsjahr 2014/15 schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, keine Dividende auszuschütten.

Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young wiesen im Bestätigungsvermerk auf die negative Eigenkapitalsituation hin (Anm.: Minus 38,9 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr), schränkten das Testat aber nicht ein. "Der Fortbestand der Unternehmensgruppe ist gefährdet, wenn die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen nicht im notwendigen Ausmaß und im geplanten Zeitraum erfolgreich umgesetzt werden können und sich dadurch insbesondere die erwartete Ergebnisentwicklung nicht oder nur unvollständig realisieren lässt", heißt es da.

Der Vorstand sieht mit der Übernahme von Bene durch die Investoren Erhard Grossnigg und Martin Bartenstein die Finanzierung neu geordnet und den Fortbestand des Unternehmens "mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gesichert".

Übernahmedeal

Der Übernahmedeal wurde bereits von der Wettbewerbsbehörde abgesegnet und im Firmenbuch eingetragen. Bene gehört nun zu 90,24 Prozent der BGO Beteiligungsverwaltungs GmbH, die wiederum je zur Hälfte im Eigentum von Grossnigg und Bartenstein steht. Der Rest (9,76 Prozent) befindet sich im Streubesitz an der Wiener Börse. Die Kleinaktionäre sollen hinausgedrängt werden ("Squeeze-out"). Sie sollen eine Abfindung von 6 bis 8 Cent je Aktie bekommen. Aktuell ist das Bene-Papier doppelt so viel wert.

Das Okay für den Ausschluss der Minderheitsgesellschafter wollen sich Grossnigg und Bartenstein im September bei der Hauptversammlung holen.

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