Wirtschaft
06.12.2018

Forderung: Co2-Steuer statt Ökostrom-Förderung

Peter Püspök, Chef des Verbandes Erneuerbare Energien, plädiert für einen Systemumbau.

„Wir haben einen Klimawandel, der immer rasanter voranschreitet. Der Grund dafür ist die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas.“ Für Peter Püspök, Präsident des Verbandes Erneuerbare Energien Österreich, ist nicht nur offensichtlich, wo die Ursache der Erderwärmung liegt, er hat auch einen Lösungsvorschlag parat: Das große Problem sei Gas und Öl, das wir in Milliarden-Beträgen importieren. „Von dieser Verbrennung müssen wird weltweit wegkommen“, betont er.

Dafür bräuchten wir erneuerbare Energien. Damit der Ausbau der Erneuerbaren ökonomisch sinnvoll zu bewerkstelligen sei, plädiert Püspök für die Einführung einer Co2-Steuer. Hätten wir eine -Abgabe, die den Schaden, den Öl und Gas verursachten, decke, bräuchten wir keine Ökostromförderung mehr. Püspök geht davon aus, dass das Förderthema bei den Erneuerbaren damit in einigen Jahren gänzlich vorbei sei. Dass eine -Steuer die Industrie schädige, glaubt er nicht. Schweden habe schon eine sehr hohe Co2-Steuer und trotzdem eine große erfolgreiche Industrie.

Erneuerbaren-Gesetz

Im Ministerrat wurde indes am Mittwoch eine Punktation für ein neues Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien beschlossen. Im Detail ist das Gesetz allerdings noch vage. Darin wird nur das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren an der Gesamtenergie von derzeit rund 35 Prozent auf 45 bis 50 Prozent bis 2030 auszubauen, vorgeschrieben. Die Förderung soll auf Marktprämien umgestellt werden. Neu ist, dass auch „grünes Gas“ subventioniert wird.

"Warum eigentlich, Herr Püspök?"