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Bilanz
11/27/2013

Faule Kredite drücken RBI-Gewinn

411 Mio. hat die Raiffeisen Bank International in den ersten drei Quartalen verdient - minus 51,2 Prozent.

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat wie erwartet wieder weniger Gewinn geschrieben. Der Konzern-Periodenüberschuss hat sich in den ersten drei Quartalen 2013 mehr als halbiert und ging um 51,2 Prozent auf 411 Millionen Euro zurück. Der Gewinn je Aktie sank in neun Monaten im Vorjahresvergleich von 3,55 auf 1,34 Euro.

Die Kreditrisikovorsorgen kletterten deutlich (+28,3 Prozent) auf 800 Millionen Euro, nach 623 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Im Gesamtjahr erwartet die RBI einen Bedarf an Kreditrisikovorsorgen in Höhe von 1.100 bis 1.200 Millionen Euro.

Angesichts sinkender Gewinne und durchwachsener Aussichten für das wichtige Osteuropageschäft treibt RBI-Chef Karl Sevelda den Umbau des Instituts voran. Im Fokus stünden neben der Konzentration auf sechs Kernmärkte ein Sparprogramm sowie eine bessere Kapitalausstattung, teilte die Bank am Mittwoch mit.

Während die Bank das Geschäft in Russland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Rumänien und Österreich ausbauen will, werde die Zukunft jener Töchter, die zu wenig Ertrag bringen oder zu klein sind, einer „laufenden strategischen Prüfung“ unterzogen.

Neben einer möglichen Trennung von Tochterbanken hat für Sevelda das bereits angekündigte Sparprogramm in Höhe von bis zu 450 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren Vorrang. Im Fokus stünden eine Verringerung der Ausgaben, die Zusammenlegung zentraler interner Aufgaben sowie eine schlankere Informationstechnologie. Wie viele Arbeitsplätze dem Umbau zum Opfer fallen, ließ Raiffeisen offen.

Als dritte „strategische Priorität“ will die Bank ihre Kapitalbasis aufstocken. Dafür sei weiterhin eine Kapitalerhöhung eine mögliche Option. Sie soll dem Institut helfen, bis Ende 2017 Staatshilfen über 1,75 Milliarden Euro zurückzuzahlen.

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