Vor allem im Handel ist die Teilzeitquote hoch

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Wirtschaft
04/26/2019

Fast jede zweite Teilzeitkraft mit Einkommen unzufrieden

AK-Arbeitsklima-Index: Ein Viertel der teilzeitbeschäftigten Frauen möchte mehr Stunden arbeiten

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten hat im Vorjahr weiter zugenommen, vor allem bei den Frauen. Im Vorjahr arbeiteten schon fast 1,1 Millionen Arbeitskräfte weniger als 35 Stunden in der Woche, rund 885.000 davon waren Frauen. Die typische Teilzeitbeschäftigte ist zwischen 35 und 44 Jahre alt, hat eine berufsbildende mittlere Schule absolviert, zwei oder drei Kinder zur Welt gebracht und arbeitet als Angestellte im Gesundheits- und Sozialbereich, geht aus dem aktuellen Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) hervor. Die höchsten Teilzeitquoten gibt es  im Dienstleistungsbereich, im Unterrichtswesen, in der Gastronomie sowie im Handel.

Bessere Zeiteinteilung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind auch die Hauptmotive für die Teilzeit. Die Teilzeitkräfte machen laut Index auch weniger Überstunden und haben weniger Zeitdruck als Vollzeitkräfte.

Befragt nach der Einkommens-Zufriedenheit gaben 45 Prozent der Teilzeitkräfte an, mit ihrem Einkommen "mittel bis gar nicht zufrieden" zu sein. Unter Vollzeitkräften beträgt der Wert 31 Prozent. Fast zwei Drittel der Teilzeitbeschäftigten kommen"kaum oder gar nicht" mit dem Einkommen aus – gegenüber 44 Prozent bei den in Vollzeit arbeitenden Beschäftigten. Immerhin 14 Prozent der Teilzeitbeschäftigten wollen ihren Beruf  wechseln  – doppelt so viele wie bei Vollzeitkräften.

Gewollt - nicht gewollt?

Während fast drei Viertel der teilzeitbeschäftigten Frauen mit ihrer Arbeitszeit zufrieden sind, will ein Viertel mehr Stunden arbeiten. AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer sieht darin einen Auftrag für die Schaffung von mehr Vollzeitjobs. „Von einem 20-Stunden-Job und 10 Euro brutto in der Stunde können viele alleinerziehende Frauen nicht leben. Wir brauchen daher mehr Vollzeitjobs und ein Rückkehrrecht auf Vollzeit nach der Babypause“, fordert Kalliauer.  Er plädiert auch dafür, die Arbeitszeit fairer und ausgewogener zwischen Männern und Frauen zu verteilen.

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