© dpa/Andreas Arnold

Geld
07/17/2015

Falschgeld: Mehr Euro-Blüten in Österreich

EZB: Im gesamten Euro-Raum ist der Trend im Vergleich zum 2.Halbjahr 2014 leicht rückläufig.

Handel und Banken haben im ersten Halbjahr 2015 weltweit 454.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Das war der zweithöchste Wert seit der Euro-Einführung - aber 10,5 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2014, teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag in Frankfurt mit.

Einen starken Anstieg um das eineinhalbfache gab es wiederum in Österreich. Geldfälscher haben im ersten Halbjahr 2015 so viele Blüten in Umlauf gebracht, wie noch nie seit Einführung des Euros. Hierzulande wurden von Jänner bis Juni 2015 insgesamt 9.765 Fälschungen aus dem Verkehr gezogen. Das sind um 152 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2014, damals wurden 3.873 Blüten sichergestellt.

Das Falschgeldaufkommen ist aber dennoch gering, betonte die Österreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung. "Während im ganzen Euroraum auf eine Million geprüfte Euro-Banknoten knapp 28 Fälschungen kommen, sind es in Österreich nur etwa 13", berichtete die OeNB.

Demnach habe es im übrigen Euroraum einen starken Anstieg der Blüten bereits im 2. Halbjahr 2014 gegeben, dieser Trend kam erst mit einer halbjährlichen Verspätung nach Österreich. Insbesondere bei den 20-Euro-Fälschungen, die hierzulande 39 Prozent ausmachten, sei eine Zunahme verzeichnet worden. Ab November soll die Ausgabe neuer 20-Euro-Banknoten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen dem entgegenwirken.

Falsche 50er in Österreich am häufigsten

In Österreich sind die häufigsten gefälschten Stückelungen mit 41 Prozent die 50-Euro-Scheine. Gemeinsam mit den 20-Euro-Banknoten machen sie 80 Prozent aller Fälschungen aus. Mehr als die Hälfte des österreichischen Falschgeldaufkommens stammt aus dem Ballungsraum Wien (44 Prozent) und Niederösterreich (zwölf Prozent), gefolgt von Salzburg und Tirol mit jeweils zehn Prozent. Die wenigsten Sicherstellungen gab es mit lediglich zwei Prozent im Burgenland, drei waren es in Vorarlberg, vier in Kärnten.

In Österreich entstand im ersten Halbjahr ein Schaden von 488.145 Euro, im gleichen Zeitraum 2014 waren es 234.610 Euro. Knapp zwei Drittel trägt laut OeNB der Handel.

Weltweit wurden 454.000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen, fast zur Gänze im Euro-Raum. Gemessen an der steigenden Zahl echter Banknoten im Umlauf - mehr als 17 Milliarden in der ersten Jahreshälfte 2015 - ist der Anteil der Fälschungen nach wie vor sehr gering", informierte die EZB. Mehr als jede zweite Blüte (54,7 Prozent) war ein falscher 20er. Die EZB und OeNB verwiesen darauf, dass sich nach dem einfachen Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" die Echtheit der Euro-Banknoten leicht überprüfen lässt.

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