In Österreich sitzen die größten Fans in der Steiermark - nur sieben von hundert Steirern könnten oder wollten auf Bargeld verzichten. 'Es folgen die Salzburger (8 Prozent) und Niederösterreicher (10 Prozent). Am ehesten auf Bargeld verzichten können die Kärntner (15 Prozent).

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Wirtschaft
07/26/2019

Falsche Fünfziger tauchen vor allem in Wien auf

Die Zahl der gefälschten Euroscheine ging im ersten Halbjahr in Österreich stark zurück. Auch europaweit tauchten weniger Blüten auf.

Die Ausstattung der Euro-Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen zahlt sich offensichtlich aus: Die Menge gefälschter Banknoten geht tendenziell zurück. Rund 251.000 Euro-Blüten zogen Polizei, Handel und Banken in Europa im ersten Halbjahr 2019 aus dem Verkehr, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte.

Europaweit gab es um 16,6 Prozent weniger Fälschungen als im Vorjahreszeitraum und 4,2 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2018. Der rechnerische Schaden sank auf 13,5 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres waren es 17,4 Millionen Euro, im zweiten Halbjahr 2018 dann 14 Millionen Euro.

Kein Ersatz

Rechnerisch ist es relativ unwahrscheinlich, eine falsche Banknote untergejubelt zu bekommen. Im europäischen Schnitt kommen 15 Fälschungen auf 10.000 Einwohner. Dennoch sollten Konsumenten genau hinschauen: Falschgeld wird nicht ersetzt.

In Österreich ist der Rückgang noch größer. Im ersten Halbjahr 2018 wurden 5.938 Fälschungen aus dem Verkehr gezogen. Im ersten Halbjahr 2019 waren es nur noch 4.395 Stück. Das bedeutet ein Minus von 1.543 Fälschungen bzw. rund 26 Prozent.

Häufigste Fälschungen

Am häufigsten wurde in Österreich die 50-Euro-Banknote mit 2.324 Stück (52,9 Prozent) nachgemacht. Es folgen - analog zum Vergleichszeitraum des Vorjahres - die 20-Euro-Banknote (19,6 Prozent) und die 100-Euro-Banknote (19,2 Prozent). Die meisten Fälschungen gab es in Wien (31,9 Prozent), gefolgt von der Steiermark (15,1 Prozent), Salzburg (12,8 Prozent) und Niederösterreich (11,1 Prozent).

Die neuen Banknoten wurden schrittweise in den vergangenen Jahren eingeführt. Beginnend im Jahr 2013 startete die Ausgabe der 5-Euro-Banknoten, gefolgt von den 10-Euro-Banknoten 2014 sowie der 20- und 50-Euro-Banknoten in den Jahren 2015 und 2017. Ende Mai diesen Jahres wurden die letzten beiden Euro-Banknoten – 100-Euro und 200-Euro-Banknoten – der zweiten Euro-Banknotenserie in Umlauf gebracht. Auf Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde keine zweite Serie der 500-Euro-Banknote eingeführt, sie bleibt jedoch gesetzliches Zahlungsmittel.

 

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