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Börse
08/01/2013

Facebook-Aktie zurück am Ausgabepreis

Der Kurs hatte sich nach dem Börsengang zeitweise mehr als halbiert.

Der Börsengang von Facebook im Mai 2012 ging gehörig daneben. Nach einer langen Talfahrt hat die Aktie nun erstmals wieder den Ausgabepreis von 38 Dollar erreicht. Am Mittwoch markierte sie im früheren New Yorker Handel einen Höchststand von 38,31 Dollar (28,84 Euro). Im späteren Verlauf konnte sie das Niveau allerdings nicht halten und gab wieder auf knapp 37 Dollar nach.

Zuletzt hatten Fortschritte beim Verkauf von Werbung auf Smartphones und Tablets der Börse den Glauben an Facebook zurückgegeben. Vor gut einer Woche stand die Aktie noch bei 25 Dollar, nach den neuesten Quartalszahlen ging es steil nach oben. Zuletzt half wohl auch ein Bloomberg-Bericht, demzufolge Facebook künftig kurze Video-Werbung in die Nachrichtenströme seiner Mitglieder bringen wolle. Von Werbekunden wolle das Online-Netzwerk bis zu 2,5 Millionen Dollar für einen 15-Sekunden-Clip pro Tag verlangen, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

Boomende Werbeeinnahmen

Facebooks Börsengang im Mai 2012 war mit Spannung erwartet worden - und geriet zum Debakel. Facebook und die Banken hatten die Nachfrage nach dem Papier überschätzt, der Kurs geriet schnell unter Druck. Technische Pannen beim Börsenbetreiber Nasdaq und Zweifel am Geschäftsmodell angesichts der Schwäche bei Smartphone-Werbung taten ihr übriges. Die Aktie rutschte schnell unter den Ausgabepreis und markierte einen Tiefpunkt bei 17,55 Dollar. Anleger richteten böse Blicke auf Altaktionäre, an die beim Börsengang beachtliche 16 Milliarden Dollar geflossen waren.

Facebook ließ in den vergangenen Monaten allerdings nichts anbrennen: Während die mobilen Apps zum Börsengang noch überhaupt kein Geld abwarfen, kamen zuletzt 41 Prozent der Werbeeinnahmen von mobilen Geräten. Video-Werbung wird als nächster Schritt gesehen, der einen Umsatzsprung bescheren könnte.

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