Europaparlament will Biosprit-Anteil deckeln

Ein roter Kleinwagen fährt an einem Rapsfeld vorbei.
Der Anteil am Gesamtsprit soll künftig maximal sechs Prozent betragen.

Das Europaparlament will die Nutzung von Biokraftstoffen begrenzen. Künftig soll der Anteil von herkömmlichen Ökotreibstoffen am Gesamtsprit im EU-Verkehr maximal sechs Prozent betragen. Das beschloss das Straßburger Parlament am Mittwoch (Pressemitteilung des Europäischen Parlaments). Derzeit liegt der Anteil schon bei knapp fünf Prozent.

Die Schattenseite

Der konventionelle Biosprit aus Raps oder Soja ist umstritten, weil durch den Anbau der Pflanzen Flächen für Nahrungsmittel wegfallen. Für neue Felder werden vor allem in Entwicklungsländern Wälder gerodet. Das ist schlecht fürs Klima. Nun müssen die EU-Staaten ihre Sicht auf die Reform festlegen und sich anschließend mit dem Parlament einigen.

Lage in Österreich

Österreichs Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovic (ÖVP) ist für einen 20-prozentigen Anteil an pflanzlichen Bestandteilen im Sprit. Unterstützung erhält er dabei von Bauernvertretern. Menschenrechtsorganisationen und Umweltschützer sind strikt gegen eine Anhebung des Agrospritanteils, der hierzulande ohnehin schon bei rund sieben Prozent liegt.

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